18 | 04 | 2019
pcvVon Carolus Wimmer, Internationaler Sekretär der Kommunistischen Partei Venezuelas

Der Konflikt mit Venezuela muss in dem umfassenderen Kontext der USA gesehen werden, die auf dem amerikanischen Kontinent nach Herrschaft und Hegemonie streben. Die Politik der Plünderung wurde als entscheidend für das Wachstum der USA in den letzten 200 Jahren angesehen. Und in gewisser Weise spiegelt sie die derzeitige Haltung Washingtons gegenüber der lateinamerikanischen Einheit wider. Trump möchte mit den verschiedenen Nationen eins zu eins zusammenarbeiten und sieht die Tatsache der Einheit unter Ausschluss der USA als Hindernis für die Manipulation einzelner Staaten durch die USA. Dieser Impuls trägt dazu bei, die Beziehungen der USA zu Lateinamerika zu regeln, was zu diesem Versuch führt, die ordnungsgemäß konstituierte Regierung in Venezuela zu stürzen.

Venezuelas Regierung macht Sabotage für den Stromausfall verantwortlich. Screenshot: TeleSurVenezuelas Regierung macht Sabotage für den Stromausfall verantwortlich. Screenshot: TeleSurEin landesweiter Stromausfall hat Venezuela am heutigen Freitag einen unfreiwilligen Feiertag beschert. Wie Vizepräsidentin Delcy Rodríguez am Morgen mitteilte, sollen heute alle Betriebe, Schulen und Universitäten geschlossen bleiben. Zugleich versicherte die Regierung, dass die Sicherheitskräfte im Einsatz seien, um die Ordnung zu gewährleisten.

Wie zuvor kommen die wichtigsten destabilisierenden Impulse von außen. Nachdem man nach dem Fiasko mit dem gescheiterten „humanitären Durchbruch“ mit „doppeltem Boden“ wieder zu sich gekommen war (wir erinnern uns sehr gut, was die Medien dazu schrieben – „humanitäre Hilfe“, zu der verdorbene Lebensmittel und Medikamente sowie Drahtzäune und Materialien zur Errichtung von Barrikaden gehörten), begann Washington mit der Entfachung einer neuen Inszenierung. Zunächst beleuchtete es mit größter Zähigkeit die „erste Auslandsreise“ des so genannten „Interimspräsidenten“, auf die er trotz des Verbots des Obersten Gerichts ging. Danach drohten sie ebenso energievoll mit Folgen, falls es mit diesem Herren nach seiner Rückkehr etwas passiert. Wie wir sehen, ging die Regierung von Nicolas Maduro nicht auf die Provokation ein, er konnte auf einer gemeinsamen Grundlage die Passkontrolle bei der Einreise passieren. Vor den Kameras wurde die Show fortgesetzt. Wollen wir nicht rätseln, was in dieser Inszenierung weiter sein wird, doch diese Show ist natürlich nicht endlos.

comunistaGemeinsame Erklärung kommunistischer und Arbeiterparteien: „Wir verurteilen die imperialistische Intervention in Venezuela – Solidarität mit dem venezolanischen Volk!“; deutsche Übersetzung: Partei der Arbeit Österreichs

Wir, die kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt, verurteilen entschieden die imperialistischen Pläne, die Untergrabungstaktiken und die Bedrohungen, die von den USA, der EU und ihren verbündeten Regierungen in Lateinamerika ausgelöst werden, mit dem Ziel, den rechtmäßig gewählten Präsidenten Venezuelas, Nicolas Maduro, zu stürzen, das Volk des Landes ihren imperialistischen Interessen zu unterwerfen und die Wohlstand produzierenden Ressourcen des Landes zu plündern.

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Kubas, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, gratulierte am Donnerstag den Frauen der Insel zum Internationalen Frauentag, der morgen gefeiert wird.

„Ich möchte einen Tag im Voraus dir, der kubanischen Frau gratulieren: Großmutter, Mutter, Tochter, Schwester, Freundin, Compañera, KUBANERIN, KUBANISCHE HELDIN DES WIDERSTANDES, SCHÖPFERIN UND ERLEUCHTERIN DES LEBENS. Glückwunsch und Dank“, schrieb der kubanische Staatschef.

„Die Ausweisung des deutschen Botschafters Daniel Kriener aus Venezuela ist sehr bedauerlich. Diplomatische Gesprächskanäle sind in Konfliktsituationen wie der aktuellen immer von großer Bedeutung“, erklärt Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.

MPPREDie Regierung Venezuelas hat heute den deutschen Botschafter in Caracas, Daniel Kriener, wegen Einmischung in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes zur unerwünschten Person erklärt. Der Diplomat hat 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen.

Wir dokumentieren nachstehend in deutscher Übersetzung die von Außenminister Jorge Arreaza über Twitter verbreitete Erklärung.

Am Mittwoch beginnt in Havanna der X. Kongress des Kubanischen Frauenverbandes (FMC), an dem 360 Delegierte und 40 Gäste teilnehmen

cuba minrexDas kubanische Außenministerium weist energisch die neue Eskalation im aggressiven Verhalten der Vereinigten Staaten gegen Kuba zurück.

Das State Department kündigte gestern die Entscheidung an, dass ab dem 19. März und unter dem Schutz des Titels III des Helms-Burton-Gesetzes vor Gerichten der Vereinigten Staaten Klagen gegen kubanische Unternehmen eingereicht werden können, die sich auf der von dieser Regierung im November 2017 ausgearbeiteten und später ergänzten Liste der Eingeschränkten Kubanischen Unternehmen befinden. Diese willkürliche und unrechtmäßige Liste, mit der die Blockade verschärft und ihre exterritoriale Wirkung ausgedehnt werden soll, verbietet es Bürgern der USA, direkte Finanztransaktionen mit den dort aufgelisteten Unternehmen durchzuführen.

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