20 | 04 | 2018

Ansprache von Bruno Rodríguez Parrilla, Minister für Auswärtige Beziehungen Kubas, beim Amerikagipfel in Lima

Übersetzung der stenographischen Version des Staatsrats

Sehr geehrter Herr Martín Vizcarra Cornejo, Präsident der Republik Peru,
sehr geehrte Staats-und Regierungschefs,

ich zolle dem peruanischen Volk Tribut, mit dem uns seit den Unabhängigkeitskriegen und in den gemeinsamen Bemühungen im Bereich der Gesundheit sowie angesichts von Naturkatastrophen innige Bande vereinen.

Antwort des kubanischen Außenministers Bruno Rodríguez Parrilla an den Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten, Mike Pence, beim 8. Amerikagipfel am 14. April 2018 in Lima, Peru

Der Herr Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika scheint schlecht informiert zu sein, er ignoriert die Realität, verbirgt die Wahrheit.
Ich möchte Herrn Pence direkt fragen, ob sich seine Regierung in ihrer Politik gegenüber Lateinamerika von der Monroe-Doktrin leiten lässt oder nicht.
Ich möchte mit Worten von Bolivar antworten: „Die Vereinigten Staaten scheinen von der Vorsehung dazu bestimmt zu sein, Amerika im Namen der Freiheit mit Elend zu überziehen.“

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla traf heute in der peruanischen Hauptstadt ein, wo am Abend der VIII. Amerikagipfel eröffnet wird.

Es ist das zweite Mal, dass Kuba an dem Treffen der Hemisphäre teilnimmt. Das erste Mal war in Panama im Jahr 2015. Von den ersten sechs Auflagen des Mechanismus, der 1994 in Miami ins Leben gerufen wurde, war die Insel auf Druck Washingtons ausgeschlossen.

Gewerkschafter, Arbeiter, Indigene, Bauern, Volksbewegungen und die in Lima anwesenden Delegationen der Völker Lateinamerikas versammelten sich am gestrigen Donnerstag auf der Plaza de Marte, um gegen die Einmischungspolitik der Vereinigten Staaten in der Region zu protestieren.

Die feste Position Kubas, die Manöver der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) abzulehnen, fand heute die Unterstützung der Assistenten in Lima zum Treffen der Zivilgesellschaft mit den Vertretern der Regierungen des VIII. Amerikagipfels.
Die Organisatoren waren gezwungen, sich in einen privaten Raum zurückzuziehen, während im Hauptauditorium eine Plattform improvisiert wurde, damit sich die wahren Vertreter der indigenen Völker, der Afrikanischstämmigen und Kämpfer für soziale Rechte in der Region frei äußern konnten.

Um sieben Uhr morgens am 6. April weckte ich Lula auf. Er hatte in einem improvisierten Zimmer auf einer auf dem Boden liegenden Matratze im Sitz der Metallarbeiter in São Bernardo do Campo genächtigt. Ich kam, um mich von meinem Freund zu verabschieden, denn ich hatte für um 10 Uhr eine Flugreservierung.

Behörden der Vereinigten Staaten und Kubas beendeten am gestrigen Mittwoch in Washington eine technische Zusammenkunft von zwei Tagen über ihre bilaterale Zusammenarbeit in Fragen der Landwirtschaft, verlautbart die Agentur Prensa Latina.

Laut einer Note der kubanischen Botschaft in den USA diente das Treffen dazu,den Zustand der Umsetzung der Memoranden zur Übereinkunft in Fragen der Landwirtschaft, sowie der Tier- und Pflanzengesundheit zu überprüfen, die beide Länder unterzeichnet haben.

Das, was heute auf dem Programm des V. Forums der Jugendlichen der Amerikas steht, ist etwas, was jeder Kubaner als eine neoliberale Spritze ins Blut bezeichnen würde.

Es genügt vollends, um den Vertrauensbonus auszulöschen, falls es noch irgendjemanden in diesem Saal gegeben hätte, in dem über 200 Jugendliche aus 35 Ländern zusammenkommen, der etwas Anderes gedacht hat – oder sagen wir, der gegalubt hat, etwas zu erfahren, was mehr an die Wirklichkeit des Kontinents angelehnt ist. Der Charakter dieses Raums ist nach den besonderen Interessen zur Förderung der Privatinitiative, zur Erweiterung der externen Programme und denen der Einmischung ausgerichtet, die besonders auf Jugendliche zielen und auf die Förderung von „Agenten des Wandels“, die durch kleine und große Geschäfte oder Projekte die Realität ihrer Länder verändern sollen.

Inmitten einer scheinbaren Ruhe in der peruanischen Hauptstadt Lima, in der der Amerikagipfel und dessen Parallelforen nur in einen lokalen Medien zu existieren scheinen, kann man leicht feststellen, dass die kubanische Jugend Hauptziel der Angriffe seitens der Vertrteter der Rechten ist, die an den Parallelforen zum VIII. Amerikagipfel teilnehmen und sie organisieren.

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