20 | 10 | 2018

License: [url=https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/]CC0 Public Domain[/url]License: CC0 Public DomainVon Modaira Rubio, Caracas

Der US-Dollar soll im Währungssystem Venezuelas keine Bezugsgröße mehr sein. Das kündigte die Regierung des südamerikanischen Landes am Dienstag (Ortszeit) an. Der für Wirtschaftsfragen zuständige Vizepräsident Tareck El Aissami teilte in Caracas mit, man werde künftig den Euro, den chinesischen Yuan oder andere konvertible Währungen nutzen. Auf diese Weise werde man sich von der »einseitigen und willkürlichen Blockade der USA gegen das venezolanische Finanzsystem« wehren.

Die Auseinandersetzung in Venezuela spitzt sich zu. 45 Jahre nach der Destabilisierung und dem Putsch in Chile, bedroht die gleiche imperialistische Vorgehensweise den bolivarianischen Versuch Politik anders zu machen, sozialistische Ideen zu äussern.

Venezuelas Minister für Kommunikation und Information, Jorge Rodríguez, berichtete über die Festnahme von drei Personen, die an dem Versuch beteiligt waren, Präsident Nicolás Maduro am 4. August zu ermorden.

Es handelt sich um einen der Anführer des gescheiterten Attentats, Henryberth Rivas, alias „Morfeo“; sowie Angela Lizbeth Exposito Carrillo, alias „La Perrera“ und den Oberst im Ruhestand Ramón Velasco, mit Spitznamen „Corocoro“, die am 22. September durch staatliche Sicherheitsbehörden gefangen genommen wurden.

„Die Androhung neuer Maßnahmen, eventuell auch militärischer Aktionen, gegen Venezuela durch US-Außenminister Mike Pompeo ist besorgniserregend und darf von der Bundesregierung nicht kommentarlos hingenommen werden. In Südamerika droht inzwischen ein militärischer Konflikt, der einen Teil der Region ins Chaos stürzen würde“, sagt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.

„Land!“, ruft der Seefahrer am Bug (...) oh, welch unsagbare Freude sind die Ufer meiner Heimat (...) zur Erde zurückzukommen, wo ich meine Seele habe und euch zu sagen, dass ich endlich komme und dass ich, als ich abwesend war, sie nicht einen Tag, einen Augenblick lang vergessen habe“.

Rückkehr in die Heimat ist der Titel dieses Gedichts des venezolanischen Schriftstellers Juan Antonio Pérez Bonalde, das zu seinem 1877 veröffentlichten Buch „ Estrofas“ gehört. Der Dichter beschreibt darin seine Rückkehr nach Caracas, seiner Heimat.

Viele Zeitungsseiten und Sendeminuten widmen die westlichen Konzernmedien in diesen Tagen dem Thema »Nine-Eleven«. Ein anderer 11. September kommt deutlich seltener vor: Am 11. September 1973 putschten in Chile von der CIA angeleitete Generäle gegen die demokratisch gewählte Regierung von Präsident Salvador Allende. Die folgende Diktatur ließ Tausende Sozialisten, Kommunisten und andere Demokraten foltern und ermorden und machte aus dem Land bis 1990 ein Experimentierfeld für einen neoliberalen Umbau der Wirtschaft und die Zerstörung der sozialen Errungenschaften der Schaffenden. Nun drohen die USA immer unverhohlener mit einer direkten Invasion Venezuelas.Im Mai berichtete Präsident Nicolás Maduro, hochrangige USA-Diplomaten hätten sich an einer Verschwörung gegen sein Land beteiligt. Maduros Anklagen wurden von der Washingtoner Regierung genauso ignoriert, wie von den USA-Konzernmedien. Bis zum 9. September, als die »New York Times« titelte: »Trump-Administration besprach Putschpläne mit aufständischen venezolanischen Offizieren«

Der Außenminister Venezuelas Jorge Arreaza prangerte die Pläne der USA zur Unterstützung der Verschwörungen gegen Behörden des südamerikanischen Landes an: „Wir klagen vor der Welt die Pläne zur Intervention und die Unterstützung der militärischen Konspirationen der US-Regierung gegen Venezuela an“, schrieb Arreaza auf Twitter. In Bezug auf einem am Samstag in der New York Times erschienenen Artikel bestätigte er, dass die Regierung von Donald Trump Kontakte mit venezolanischen Militärs aufgebaut habe, um einen Staatsstreich gegen den Präsidenten Nicolás Maduro durchzuführen. Wie die Zeitung meldet sind US-Beamte bei wenigstens drei Gelegenheiten mit venezolanischen Militärs, die Verrat begingen, zusammengekommen, um den Sturz des venezolanischen Präsidenten zu planen: im Sommer 2017, im März und im Mai 2018. Ziel der Treffen im letzten Jahr war es, Pläne für einen „Regime Change“ auszuarbeiten und geheime Kontakte mit Putschisten in Venezuela zu knüpfen; eine attraktiver Plan für Washington, das auf eine lange Geschichte von verdeckten Interventionen in ganz Lateinamerika zurückblicken kann.

Der Prozess der Währungsumstellung in Venezuela ist bereits eine Tatsache. Schritt für Schritt umgesetzt, während das Wirtschaftskabinett die Einzelheiten für sein Inkrafttreten anpasste. Er erlaubt, die Leitlinien des Programms für Wiederaufbau, Wachstum und Wirtschaftsprosperität umzusetzen. Diese werden, wie Präsident Nicolás Maduro sagte, den neoliberalen Kapitalismus zerschlagen, der diesem Land aufgezwungen werden sollte.

Der Präsident teilte über Twitter mit, dass der heutige Montag, 20. August, einen „Wendepunkt“ für Venezuela markieren werde. „Wir werden den perversen Krieg des neoliberalen Kapitalismus demontieren, um ein untadeliges, ausgewogenes, nachhaltiges, gesundes und produktives Wirtschaftssystem einzusetzen.“

Der Präsident Venezuelas Nicolás Maduro sagte am Montag, dass ab dem 20. August ein neues Lohn- und Preissystem im Land herrschen werde, das am Petro verankert sei.

„Das bedeutet eine substantielle Verbesserung und eine Einkommensstabilität für die Arbeiter“ und es diene auch dazu, „einen Höchstpreis für den Verkauf an den Verbraucher festzusetzen, der eingehalten werden muss“, sagte der venezolanische Präsident.

Diejenigen, die die traurige Wirklichkeit des lateinamerikanischen Journalismus nicht kennen, muss das Verschweigen des terroristischen Anschlags in Caracas überraschen. CNN in spanischer Sprache unterbrach am 7. August die Übertragung der Rede des Präsidenten Nicolás Maduro, als dieser begann Videos, telefonische Aufzeichnungen, Fotos, Geständnisse, Namen von Verhafteten und Flüchtigen zu verbreiten. CNN gab damit den Markstein für das Verhalten der Medien des Kontinents vor. Der Mercurio in Chile der nromalerweise viel Raum verschwendet, um Venezuela anzugreifen, veröffentlichte einen winzigen Abschnitt in einer Spalte. Bis gestern forderten die Medien Beweise für das Attentat, das sie als „angeblich“ bezeichnen, wobei sie alle Beweise Maduros ignorieren. Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Venezuelas ergaben jedoch für einen Journalismus, der den Namen verdient, „wirkliche Enthüllungen“. Unglaubliches, das sich sogar für Literatur- oder Filmvorlagen eignen würde. Das Schweigen jedoch, in das man verfällt, ist beschämend für den Journalistenberuf.

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro präsentierte in einer von Radio und Fernsehen übertragenen Sendung Beweise für den gegen ihn gerichteten Anschlag vom 4. August.

Einige derer, die in den Anschlag involviert waren, befinden sich noch auf freiem Fuß. Dabei handelt es sich um Rayder Alexander Russo Márquez, wohnhaft in Kolumbien und Osmán Alexis Delgado Tabosky, wohnhaft in den USA. Für beide hat die venezolanische Justiz, laut Telesur, die Auslieferung beantragt. Juan Carlos Monasterios, ein weiterer Beteiligter befindet sich in Haft und hat Einzelheiten über diejenigen bekanntgegeben, die ihn von Kolumbien aus unter Vertrag genommen, ausgebildet und finanziert haben. Er enthüllte außerdem die Beteiligung des venezolanischen Abgeordneten Juan Requesens, der ebenfalls festgenommen wurde.

Die venezolanische Fluggesellschaft Aeropostal nahm gestern ihren Flugbetrieb von Caracas nach Kuba mit drei Flügen pro Woche wieder auf. Der Exekutivpräsident von Aeropostal Alas de Venezuela Eduardo Legaspi zeigte sich bei einer Zeremonie auf dem Internationalen Flughafen José Martí von Havanna erfreut über dieses Wiederaufnahme. Dies gelte auch für sein Personal, Präsident Maduro, den Minister für Tourismus Hipólito Abreu und andere Beamte des Landes.

Die Sicherheitsorgane Venezuelas identifizierten die Urheber und deren unmittelbare Mittäter am Mordversuch am Staatschef von Venezuela Nocolás Maduro Moros, berichtete heute der Generalstaatsanwalt Tarek William Saab.

In einer Pressekonferenz sagte Saab, dass vorherige Untersuchungen es ermöglicht hätten, die Identität der Terroristen, deren Aufenthaltsort vor dem Attentat und die ersten internationalen Verbindungen der darin Involvierten zu bestimmen.

Die Bilder vom Samstagnachmittag in Caracas lassen keine Zweifel aufkommen. Während der Rede von Präsident Nicolás Maduro kommt es zu zwei Explosionen. Alle auf der Tribüne anwesenden Personen schauen überrascht nach oben, wo offenbar eine mit Sprengstoff gefüllte Drohne detoniert. Wenig später ist zu sehen, wie die in exakter Formation angetretenen Soldaten auf dem Platz in Panik auseinanderlaufen, auf Fotos ist zumindest ein verletzter Offizier zu sehen.

Alle erkennbaren Tatsachen sprechen dafür, daß militante oppositionelle Kräfte einen weiteren Versuch unternommen haben, den Präsidenten der Bolivarischen Republik zu töten. Zumal kurz danach ein Bekennerschreiben einer bis dahin unbekannten Gruppe von Militärs an die Öffentlichkeit kommt, bekanntgegeben nicht etwa von der Regierung nahestehenden Kreisen, sondern von rechten Exilanten in Miami, Florida, USA.

wftu160Der Weltgewerkschaftsbund verurteilt den Mordanschlag auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, der sich am Samstag in Caracas, Venezuela, ereignet hat, als dieser eine öffentliche Rede während einer militärischen Veranstaltung hielt.

Die internationale, klassenorientierte Gewerkschaftsbewegung steht auf der Seite der Volksschichten der Bolivarischen Republik Venezuela und erklärt einmal mehr, dass die einzige Instanz, die über die Zukunft des Landes entscheiden kann, das eigene Volk ist. Der Weltgewerkschaftsbund wird als einzige Gewerkschaftsinternationale, die gegen den Imperialismus und die kapitalistische Ausbeutung kämpft, weiter ihre praktische Solidarität mit der venezolanischen Arbeiterklasse ausdrücken.

pcvDas Politbüro des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) verurteilt den verbrecherischen Akt, der am Samstag, 4. August diesen Jahres, während der Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Bolivarischen Nationalgarde (GNB) gegen den Präsidenten Nicolás Maduro Moros und die obersten Autoritäten des Staates und der Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela verübt wurde.

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