16 | 07 | 2018

María Gabriela mit ihrem Vater Hugo ChávezIn einer persönlichen Erklärung hat sich María Gabriela Chávez, eine der Töchter des am 5. März verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, an die Öffentlichkeit ihres Landes gewandt. In der von ihr über den Internetdienst Twitter verbreiteten Erklärung weist sie die Behauptungen der Opposition zurück, denen zufolge ihr Vater bereits im vergangenen Dezember verstorben sei. Wir dokumentieren den Wortlaut ihrer Nachricht:

»Ich habe mich nie direkt in Fragen der Politik eingemischt. Aber in diesen für mich und für das Volk so heiklen und lebenswichtigen Augenblicken sehe ich mich gezwungen, meine Stimme gegen diejenigen zu erheben, die mit dem Schmerz meiner Familie, dem Schmerz meines Volkes und vor allem mit dem Andenken an meinen gigantischen Vater spielen wollen! Es ist ganz einfach unfassbar zu denken, dass wir als ganze Familie – Kinder, Geschwister, Enkel, Eltern – uns zu solch einer Lüge hergegeben haben könnten.

FILVEN 2013Die 9. Internationalen Buchmesse Venezuelas (Filven 2013) öffnet heute in der Hauptstadt Caracas ihre Tore. Die Eröffnung war wegen der Trauer nach dem Tod von Präsident Hugo Chavez in der vergangenen Woche um einige Tage verschoben worden. Bis zum 20. März ist die Messe, deren Thema die Förderung des Lesens ist, nun auf den Freiflächen des Teatro Teresa Carreño und der Universität der Experimentellen Künste sowie auf dem Museumsplatz geöffnet. Nach Angaben der Veranstalter werden auf der Messe über 150 Aussteller und 300 Verlage aus 15 Ländern erwartet.

Im Bus ins Präsidentenamt: Nicolás MaduroBei der durch den Tod von Hugo Chávez am 5. März notwendig gewordenen Präsidentschaftswahl am 14. April treten acht Kandidatinnen und Kandidaten an. Das teilte der Nationale Wahlrat (CNE) am Montag abend (Ortszeit)mit. Zunächst war nur von sechs Bewerbern die Rede gewesen. Bis zum Ablauf der Einschreibefrist am Montag nachmittag (Ortszeit) meldeten sich der Behörde zufolge Eusebio Méndez (Nuvipa), Nicolás Maduro (PSUV, PCV und zwölf weitere Parteien), Reina Sequera (Poder Laboral), María Bolívar (Pdupl), Fredy Tabarquino (Joven), Henrique Capriles Radonski (MUD), Gonzalo Contreras (Cambio Pana) und Julio Mora (Udemo) beim Nationalen Wahlrat (CNE) an und überreichten die notwendigen Unterlagen. Favorit ist der geschäftsführende Staatspräsident Nicolás Maduro. Tausende Menschen begrüßten ihn am Montag mittag am Sitz der Wahlbehörde im Zentrum der Hauptstadt Caracas.

Panteón Nacional. Foto: DibujaCaracas / flickr.comParallel zu den am 14. April stattfindenden Präsidentschaftswahlen wird die Bevölkerung Venezuelas darüber abstimmen können, ob der verstorbene Präsident Hugo Chávez im Panteón Nacional seine letzte Ruhestätte findet. Das kündigte der geschäftsführende Staatschef Nicolás Maduro am Sonntag an. In der Ruhmeshalle liegen bislang 179 Persönlichkeiten der venezolanischen Geschichte, unter anderem die Pianistin und Komponistin Teresa Carreño, der Schriftsteller und Staatspräsident Rómulo Gallegos und der Bürgerkriegsgeneral Ezequiel Zamora. Im Mittelpunkt des Interesses stehen jedoch Venezuelas Nationalheld Simón Bolívar und dessen Lehrer Simón Rodríguez. Auf diese spielt ein Ruf an, der in den vergangenen Tagen unter den Chavistas aufgekommen ist: »Chávez al Panteón, junto a Simón« (Chávez in den Pantheon, an die Seite von Simón!)

Fidel Castro und Hugo ChávezAm 5. März starb in den Nachmittagsstunden der beste Freund, den das kubanische Volk in seiner Geschichte gehabt hat. Ein Anruf über Satellit übermittelte die bittere Nachricht. Die Bedeutung des benutzten Satzes war unverwechselbar. Auch wenn wir wußten, daß sein Gesundheitszustand kritisch war, traf uns die Nachricht hart. Ich erinnerte mich daran, wie er mit mir scherzte, daß – wenn wir beide unsere revolutionäre Aufgabe vollendet haben würden – er mich zum Spazierengehen am Arauca-Fluß auf venezolanischem Gebiet einladen würde. So erinnerte er an die Erholung, die er nie hatte.

Uns bleibt die Ehre, mit dem bolivarischen Anführer die selben Ideale von sozialer Gerechtigkeit und von der Hilfe für die Ausgebeuteten geteilt zu haben. Die Armen sind in jedem Teil der Welt die Armen.

Nicolás Maduro (mitte) und PCV-Generalsekretär Oscar Figuera (rechts)Einstimmig hat die 12. Nationalkonferenz der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) am heutigen Sonntag beschlossen, Nicolás Maduro als ihren Kandidaten für die durch den Tod von Hugo Chávez am vergangenen Dienstag notwendig gewordenen Präsidentschaftswahlen am 14. April zu nominieren. Maduro war selbst in das Theater »Cantaclaro« im Gebäude des PCV-Zentralkomitees geeilt, um die Nominierung entgegenzunehmen. Begleitet wurde er von seinem halben Regierungskabinett.

Nicolás MaduroVier Tage nach dem Tod des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez ist die Staatsführung des südamerikanischen Landes wieder komplett. Wenige Stunden nach der offiziellen Trauerfeier für den Comandante, an der hochrangige Delegationen aus 55 Ländern teilgenommen hatten, legte Nicolás Maduro vor der Nationalversammlung den Amtseid als geschäftsführender Präsident ab. Während Delegationen aus 29 Ländern an der Zeremonie teilnahmen, boykottierte die Opposition die Sitzung mit der Behauptung, Maduro habe das Amt usurpiert, er sei »von niemandem gewählt« worden. Demgegenüber bat Maduro in einer kurzen Ansprache nach seiner Vereidigung den Nationalen Wahlrat (CNE), sofort Wahlen für das höchste Staatsamt einzuberufen. Die Verfassung Venezuelas sieht diese innerhalb von 30 Tagen vor.

Trauerzeremonie für Hugo ChávezStaatschefs und andere hochrangige Vertreter aus 55 Ländern nehmen heute in Caracas offiziell Abschied von dem am Dienstag verstorbenen Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, Hugo Chávez. Allein 33 Staats- und Regierungschefs sind in die venezolanische Hauptstadt Caracas gereist, wo in der Militärakademie die Trauerzeremonie stattfindet. Zum Auftakt der vor wenigen Minuten begonnenen Veranstaltung intonierten das Jugendsymphonieorchester Simón Bolívar und der dazugehörige Jugenchor die Nationalhymne Venezuelas. Zuvor hatten die Präsidentinnen und Präsidenten die Angehörigen des verstorbenen Präsidenten begrüßt und ihnen ihr Mitgefühl ausgesprochen.

Hugo Chávez Frías, 1954-2013Die Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela bedankt sich bei allen Botschaften, Organisationen und Personen, die sich in das Kondolenzbuch für den Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, S.E. Hugo Rafael Chávez Frías, eingetragen haben.

Auf Grund der grossen Nachfrage wird das Kondolenzbuch auch am kommenden Montag, 11. März, und am Dienstag, 12. März 2013, jeweils von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr, ausliegen.

Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela, Schillstrasse 9, 10785 Berlin

SDAJSDAJDen Völkern Venezuelas drückt die Hamburger Gruppe der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend ihr aufrichtigstes Beileid zum Tod des großen Mannes aus, den sein Lebensweg vom Offiziersschüler an die Seite der friedliebenden Menschen und des werktätigen Volkes geführt hat. Hand in Hand mit den großen Massen des Volkes hat Hugo Chávez Frías den Kampf zur Befreiung der Venezoelanischen Völker vom Mord und Tod bringenden amerikanischen Imperialismus, zur Niederwerfung der eigenen Monopole begonnen. Es muss, und wir sind uns sicher, es wird das Werk der Venezoelanischen Völker sein, die im Verbund mit den Völkern Kubas und Boliviens den Weg in den Sozialismus sicher und Schritt für Schritt vollziehen werden.

Gedenkstätte Ernst ThälmannGedenkstätte Ernst ThälmannIn tiefer Trauer nimmt das Kuratorium und der Vorstand der Gedenkstätte Ernst Thälmann in Hamburg Anteil an dem furchtbaren Verlust für das venezolanische Volk und die Bolivarische Revolution, die ihm durch den Tod von Hugo Chávez Frías widerfuhr. Trauer, noch so tiefe Trauer aber kann uns die Hoffnung in das Fortbestehen der Errungenschaften der Bolivarischen Revolution für die große Masse der Werktätigen nicht nehmen. Sie kann uns auch nicht die Kraft der internationalen Solidarität nehmen, die den Kampf des venezolanischen Volkes für Frieden, Sozialismus und Freiheit als Teil des Leuchtfeuers sieht, das den Menschen auf der ganzen Erde den Weg weist, wie sie den Kampf für den Sozialismus aufnehmen können.

Trauer um Hugo ChávezTrauer um Hugo ChávezSelten zuvor ist weltweit ein Staatschef so betrauert worden, wie derzeit die Menschen Venezuelas um ihren Präsidenten Hugo Chávez tun. Als der Leichnam des am Dienstag verstorbenen Comandante am gestrigen Mittwoch in die Militärakademie überführt wurde, um dort aufgebahrt zu werden, säumten Millionen Menschen die Straßen. Seit den frühen Morgenstunden des heutigen Donnerstag zieht eine unendliche Reihe von Menschen am offenen Sarg des Präsidenten vorüber. Stundenlang stehen die Menschen in der kilometerlangen Schlange, viele bereits die gesamte vergangene Nacht über. Der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur beziffert die Zahl der Menschen, die einen letzten Blick auf den Leichnam werfen und sich persönlich verabschieden wollen, auf Millionen.

Granma, 6. März 2013Granma, 6. März 2013Mit großem und quälendem Schmerz erfuhren unser Volk und die Revolutionäre Regierung vom Ableben des Präsidenten Hugo Rafael Chávez Frías und schicken sich an, ihm bei seinem Eingang in die Geschichte als Vorkämpfer Unseres Amerikas ihre tief empfundene und patriotische Ehre zu erweisen.

Seinen Eltern, Brüdern, Töchtern und seinem Sohn und allen seinen Angehörigen, die bereits auch unsere sind, so wie Chávez auch ein Sohn Kubas und Lateinamerikas und der Karibik und der Welt ist, drücken wir unser aufrichtiges Mitgefühl aus.

Der Sarg wird durch Caracas gefahrenDer Sarg wird durch Caracas gefahrenHunderttausende Menschen begleiten zur Stunde den Trauerzug, mit dem Venezuelas gestern verstorbener Präsident Hugo Chávez vom Militärkrankenhaus »Carlos Avelo«, in dem er zuletzt gepflegt worden war, in die Militärakademie in Caracas gebracht wird. Dort soll er bis zur offiziellen Beisetzung am Freitag aufgebahrt wird. Der Trauerzug, der von allen venezolanischen Fernseh- und Rundfunksendern übertragen wird, begann um 10 Uhr Ortszeit mit der von der Kapelle der Ehrengarde des Präsidenten gespielten Nationalhymne Venezuelas und einem Gebet für den Verstorbenen, der gläubiger Katholik war.

Mahnwache vor Venezuelas Konsulat in MünchenMahnwache vor Venezuelas Konsulat in MünchenDie bürgerliche Presse in Deutschland hetzt auch nach dem Tod des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez gegen den bolivarischen Prozess. So heisst es im »Handelsblatt«, dem verbliebenen Leib- und Magenblatt der Spekulanten: »Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist heute Nacht im Alter von 58 Jahren an Krebs gestorben. Das ist menschlich tragisch, doch politisch gibt es keinen Anlass für Sentimentalität: Das Ableben des aggressiven Anti-Amerikaners bedeutet für sein Land die Chance auf einen Neuanfang.«

Demgegenüber trauern Linke in Deutschland um den verstorbenen Comandante. Die Vorsitzenden der Linkspartei, Katja Kipping und Bernd Riexinger, und der Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Gregor Gysi, erklärten: »Mit Hugo Chávez verlieren Venezuela, Lateinamerika und die Linke in aller Welt einen unerschrockenen Verfechter für eine neue, gerechtere Welt. Entschlossen hat er sich für die Verwirklichung seiner Vision von dieser besseren Welt eingesetzt, seiner Vision vom Sozialismus im 21. Jahrhundert.

Kommunistische Partei LuxemburgsKommunistische Partei LuxemburgsLiebe Genossen,

mit tiefer Trauer haben die luxemburgischen Kommunisten vom Ableben des Comandante Presidente Hugo Chávez Kenntnis genommen. Im Namen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Luxemburgs möchten wir Euch, den Kommunisten und allen Revolutionären Venezuelas, dem Volk des bolivarischen Venezuela, und den Angehörigen des Comandante unser tiefstes Mitgefühl und unsere brüderlichen solidarischen Grüße in dieser schweren Stunde übermitteln.

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