Uhrzeit in Venezuela

Venezuela fast ganz rot Am Montag (Ortszeit) verbreitete der Nationale Wahlrat Venezuelas (CNE) ein aktualisiertes Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom Sonntag, das sich auf einen Auszählungsstand von 97,65 Prozent  bezog. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei für das Land historischen 80,72 Prozent. In 22 der 24 Bundesstaaten Venezuelas konnte sich Chávez durchsetzen, nur Mérida und Táchira an der Grenze zu Kolumbien fielen an die Opposition. Auch im von Henrique Capriles Radonski als Gouverneur regierten Miranda setzte sich Chávez – wenn auch knapp – durch. Am Mittwoch soll Hugo Chávez vom CNE offiziell zum Wahlsieger proklamiert werden.

Die Wahlergebnisse im einzelnen:

Hugo Chávez: 8062056 Stimmen, 55,14 Prozent
Davon:
  • Vereinte Sozialistische Partei (PSUV): 6287638 Stimmen (43,01%)
  • Kommunistische Partei (PCV): 482317 Stimmen (3,29%)
  • Heimatland für alle
Detaillierte Zahlen: PSUV bleibt stärkste Partei Venezuelas Der Nationale Wahlrat (CNE) hat am Montag auf der Grundlage eines Auszälungsstandes von 97,46 Prozent detailliertere Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom 7. Oktober veröffentlicht. Von besonderem Interesse ist dabei, wie sich die Ergebnisse der Kandidaten auf die sie unterstützenden Parteien verteilen. So bleibt die vom wiedergewählten Staatschef Hugo Chávez geführte Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) mit fast 43 Prozent der Stimmen klar stärkste Partei des Landes. Im Gegensatz zu früheren Abstimmungen waren diesmal jedoch die Stimmen der mit der PSUV verbündeten Parteien ausschlaggebend für den Gewinn der Mehrheit gegen das Oppositionslager. Die Kommunistische Partei PCV wurde erstmals zweitstärkste Kraft im chavistischen Lager, was Parteichef Oscar Figuera im Gespräch mit junge Welt als »große Verantwortung« würdigte.

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Jubel in den Straßen von Caracas Zehntausende Menschen haben am Sonntag abend (Ortszeit) am Präsidentenpalast Miraflores im Zentrum der venezolanischen Hauptstadt Caracas und auf den umliegenden Straßen begeistert den erneuten Wahlsieg von Hugo Chávez gefeiert. Bereits vor der Bekanntgabe der ersten offiziellen Zahlen durch den Nationalen Wahlrat (CNE) hatten sich Tausende in der Umgebung versammelt. Die jW-Korrespondenten waren mittendrin und haben viele Fotos mitgebracht. Unsere Bildstrecke findet Ihr hier.

VenezuelaVenezuelaHugo Chávez bleibt Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela! Tibisay Lucena, Präsidentin des Nationalen Wahlrats (CNE) gab um 22 Uhr Ortszeit die ersten offiziellen Ergebnisse bekannt. Demnach erreichte Amtsinhaber Hugo Chávez mit mehr als acht Millionen Stimmen 54,42 Prozent. Fast zwei Millionen Stimmen weniger erreichte Henrique Capriles Radonski, der auf 44,97 Prozent kam.

Die Wahlbeteiligung lag mit 80,9 Prozent historisch hoch.

Hugo Chávez bleibt Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela! Tibisay Lucena, Präsidentin des Nationalen Wahlrats (CNE) gab um 22 Uhr Ortszeit die ersten offiziellen Ergebnisse bekannt. Demnach erreichte Amtsinhaber Hugo Chávez mit mehr als acht Millionen Stimmen 54,42 Prozent. Fast zwei Millionen Stimmen weniger erreichte Henrique Capriles Radonski, der auf 44,97 Prozent kam.

Die Wahlbeteiligung lag mit 80,9 Prozent historisch hoch.

Nationaler WahlratNationaler WahlratIn Venezuela hat Amtsinhaber Hugo Chavez offenbar die Wahl gewonnen. Inoffiziellen Zahlen zufolge, die RedGlobe und der Tageszeitung junge Welt zugespielt wurden, soll der Staatschef 12 Prozentpunkte Vorsprung vor seinem wichtigsten Herausforderer Henrique Capriles Radonski haben. Noch hat der Nationale Wahlrat (CNE) keine offiziellen Angaben gemacht, doch die Quellen dieser Informationen dürften über sehr genaue Informationen verfügen.

  In Venezuela deutet alles darauf hin, daβ Hugo Chavez im Amt bleibt. Der Sprecher des Wahlkampfstabs des Staatschefs, Jorge Rodriguez, nannte bei einer Pressekonferenz um 20 Uhr Ortszeit den Wahltag »historisch«. Die Wahlbeteiligung sei so hoch gewesen wie noch nie zuvor. Zudem sagte er mit einem breiten Lachen: »Ich habe den Verdacht, daβ wir uns heute nochmal sehen«.

Wie junge Welt inoffiziell aus Regierungskreisen erfuhr, soll Chavez die heutige Wahl mit zwölf Prozentpunkten Vorsprung gewonnen haben.

Noch ist unklar, wann der Nationale Wahlrat (CNE) sein erstes Bulletin verbreitet und damit die ersten offiziellen Zahlen nennt. (jW)
Als »gute Nachricht« verbreitet die Onlineredaktion der Tribuna Popular, der Zeitung der Kommunistischen Partei Venezuelas, unter Berufung auf einen hohen Beamten der Regionalregierung der Hauptstadt Caracas die Information, daβ der Präsidentenpalast Miraflores hell beleuchtet sei und am sogenannten »Balkon des Volkes« gerade eine Bühne aufgebaut wird. Dies wird als Vorbereitung auf eine mögliche Siegesfeier gewertet.

Auch die Opposition, die gerade eine Pressekonferenz durchführt, erweckt derzeit nicht den Eindruck, sich als Sieger zu sehen. Statt dessen verweist sie auf die hohe Wahlbeteiligung, durch die alle Venezolanerinnen und Venezolaner Sieger dieses historischen Tages seien.

Alle Seiten bemühen sich derzeit jedoch, die Vorgabe des Nationalen Wahlrats (CNE) einzuhalten, keine Ergebnisse bekanntzugeben, bevor die Behörde i

Wahlaufrufe per SMS Bislang ohne große Zwischenfälle hat in Venezuela die Präsidentschaftswahl begonnen. Nachdem morgens um 3 Uhr Ortszeit (9.30 Uhr MESZ) der Wahltag mit Fanfaren und Feuerwerk begrüßt wurde, konnten um 6 Uhr morgens die ersten Menschen ihre Stimmen abgeben. Vor den Wahllokalen haben sich bereits lange Schlangen gebildet, geduldig warten die Venezolanerinnen und Venezolaner darauf, ihre Stimme abgeben zu können.

Hugo Chávez bei der Pressekonferenz Wenige Stunden vor der Öffnung der Wahllokale in Venezuela haben sich Präsident Hugo Chávez und der Leiter der Beobachtermission der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR), Carlos Álvarez, am Samstag abend (Ortszeit) im Regierungspalast Miraflores den Fragen der internationalen Presse gestellt. Dabei zog Álvarez eine positive Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit. Die Beobachter seien neutral, da ja auch die UNASUR ein pluraler Staatenbund sei. Man habe sich mit Oppositionsvertretern ebenso getroffen wie mit der Regierung und dem Nationalen Wahlrat (CNE). 

Tausende Journalisten aus aller Welt Mehr als 10.000 Journalistinnen und Journalisten aus aller Welt haben sich beim Nationalen Wahlrat (CNE), der obersten Wahlbehörde Venezuelas, für die Abstimmung am Sonntag akkreditieren lassen. Neben internationalen Medien wie CNN, TeleSur und internationale Nachrichtenagenturen steht auch die junge Welt auf der Liste der Pressevertreter – als eine von ganz wenigen deutschen Medien.

Um den Journalisten die Berichterstattung über die Wahlen zu erleichtern, hat der CNE ein Pressezentrum mit 120 Plätzen und Ruhebereichen eingerichtet. Zudem stehen 15 Computer mit Internetzugang und kostenlosem Telefonanschluß zur Verfügung.
UNASUR Die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) beobachtet den korrekten Verlauf der Wahlen am Sonntag in Venezuela. Der Leiter der internationalen Delegation, der Argentinier Carlos Alvarez, hat der Präsidentin des Nationalen Wahlrates (CNE), Tibisay Lucena, die Liste mit den Namen der Beobachter der Abstimmung vom 7. Oktober übergeben.

Der CNE ist die von der Verfassung garantierte und für alle Wahlvorgänge zuständige Institution, die auch die Abstimmung vom Sonntag zu organisieren und zu überwachen hat.

Die Wahlbeobachtergruppe der UNASUR setzt sich aus Beamten und Technikern von Wahlbehörden aus den UNASUR-Mitgliedsländern zusammen. Bereits am 23. Januar war die Entsendung der Wahlbeobachter durch die Staatengemeinschaft bei einem Gipfeltreffen in Asunción, Paraguay, beschlossen worden. Die Gruppe ist strikt neutral und soll die formale

Hochstimmung in der »geschlossenen« Kneipe Am Freitag abend, nach dem großen Konzert in  »PDVSA La Estancia« (siehe Bericht hier), wollte keiner der Musiker nach Hause gehen, und auch die jW-Korrespondenten wurden eingeladen, noch in eine Bar mitzukommen. Unser Einwand, daß wegen der Sicherheitsbestimmungen vor der Öffnung der Wahllokale doch alle Kneipen geschlossen wäre, wurde mit einem wissenden Lächeln beantwortet.

Seit Freitag morgen, 48 Stunden vor Öffnung der Wahllokale, herrschen in Venezuela erhöhte Sicherheitsbestimmungen, um eine Destabilisierung der Lage bis zum Wahltag zu verhindern. In allen Geschäften ist der Verkauf von alkoholischen Getränken verboten, Bars sind geschlossen und auch kulturelle Großveranstaltungen dürfen eigentlich nicht stattfinden.

Doch die Jugend der Hauptstadt Caracas findet Wege, sich darüber hinwegzusetzen – und „klammheimlich" hilft ihnen der Staat dabei. Ohne öffentliche Werbung, nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda informiert, fanden sich am Freitag abend in „PDVSA La Estancia" Hunderte Jugendliche zu einem Open-Air-Konzert zusammen, bei dem fünf Bands ihre gemeinsame Tournee „Aire Libre" abschlossen. Die Polizei beschränkte sich darauf, die Besucher zu kontrollieren und zu verhindern, daß Getränkeflaschen oder Feu
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag endete in Venezuela offiziell der Wahlkampf. Seither sind Wahlkampfaktivitäten – Kundgebungen, Wahlveranstaltungen, Infostände – untersagt. Doch die Regierungsgegner setzen ihre Kampagne fort – per Spam.

Erst am Mittwoch haben sich die jW-Korrespondenten in Caracas eine neue Handynummer zugelegt, um in der venezolanischen Hauptstadt erreichbar zu sein. Am Freitag morgen dann erreichte uns eine SMS, die von einer venezolanischen Nummer aus geschickt wurde. Die Nummer war uns unbekannt – kein Wunder, denn der Absender lud uns ein, die Rechtspartei »Un Nuevo Tiempo« (Eine Neue Zeit) zu wählen: »Wähle sicher, wähle Henrique Capriles auf der Liste von Un Nuevo Tiempo – unten rechts auf dem Stimmzettel«.

Die jW-Korrespondenten, die natürlich gar nicht wahlberechtigt sind, haben ihre Nummer nirgendwo

233-S-03_int.jpgKommunisten haben einen intensiven Wahlkampf geführt. Ein Gespräch mit Héctor Rodríguez, Generalsekretär der Kommunistischen Jugend Venezuelas

Die Kampagne zur Wiederwahl von Hugo Chávez als Präsident ist beendet. Welche Bilanz ziehen Sie und Ihre Organisation aus den vergangenen Wochen?

Es war ein sehr intensiver, sehr aktiv geführter Wahlkampf, in dem die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) und mit ihr die Kommunistische Jugend mit ihren Inhalten aufgetreten sind.

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