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Venezuela aktuellVenezuela aktuellWenn an diesem Sonntag in Venezuela gewählt würde, könnte Präsident Hugo Chávez mit 53 Prozent der Stimmen rechnen. Das geht aus einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Hinterlaces hervor, die dessen Direktor Oscar Schemel im privaten Fernsehsender Venevisión vorstellte. Der Prognose zufolge liegt Chávez damit 19 Prozentpunkte vor dem Kandidaten der Opposition, Henrique Capriles, der auf 34 Prozent kommt.

Chávez in HavannaChávez in HavannaVenezuelas Präsident Hugo Chávez hat am Montag (Ortszeit) Gerüchte über eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes dementiert. In Internetdiensten wie Twitter waren zuvor sogar Meldungen über den angeblichen Tod des Staatschefs verbreitet worden. Chávez nutzte daraufhin eine Pressekonferenz seiner Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV), um die versammelten Journalisten per Telefon davon in Kenntnis zu setzen, dass es ihm gut gehe. »Alle Gesundheitschecks, denen ich heute unterzogen worden bin, sind gut ausgegangen«, erklärte er und kündigte an, am Donnerstag in seine Heimat zurückzukehren.

Venezuelas Botschaft in LondonVenezuelas Botschaft in LondonFunktionäre der venezolanischen Botschaft in London haben am Dienstag der britischen Polizei Beweise für Vandalismus in der diplomatischen Vertretung übergeben. Wie das Ministerium der Volksmacht für Kommunikation und Information in Caracas heute informiert, gehören zu den Beweismitteln unter anderem Videoaufnahmen.

Hugo ChávezHugo ChávezEine neue Umfrage bestätigt die Favoritenrolle des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez bei den Wahlen am 7. Oktober. Wie das Institut North American Opinion Research (NAOR) zwischen dem 26. März und dem 4. April ermittelte, führt Chávez derzeit mit 21 Prozentpunkten vor dem Oppositionsvertreter Henrique Capriles.

Maduro in der Sendung ContragolpeMaduro in der Sendung ContragolpeVenezuelas Außenminister Nicolás Maduro hat sich am Montag (Ortszeit) im staatlichen Fernsehen VTV für Äußerungen entschuldigt, durch die er Venezuelas Homosexuelle beleidigt hatte. Während der Gedenkveranstaltungen zum zehnten Jahrestag des Putsches gegen Präsident Hugo Chávez am 11. April 2002 hatte er im Zusammenhang mit den damaligen Angriffen auf die kubanische Botschaft in Caracas für die faschistischen Aggressoren auch den Begriff »Mariconsones« verwandt, eine vulgäre und beleidigende Bezeichnung für Schwule. Daraufhin hatten ihn Oppositionsmedien der Homophobie bezichtigt.

Jugenddemonstration in Caracas. Foto: AVNJugenddemonstration in Caracas. Foto: AVNMit einem grossen Demonstrationszug haben junge Venezolanerinnen und Venezolaner heute an die versuchte Erstürmung der kubanischen Botschaft in Caracas durch die Putschisten vor zehn Jahren erinnert. Am 12. April 2002, während der kurzen Herrschaft des Carmona-Regimes, hatte sich vor der diplomatischen Vertretung ein rechtsextremer Mob zusammengerottet, der Fahrzeuge der Botschaft demolierte, die Strom- und Trinkwasserversorgung kappte und das Gebäude belagerte. An der Spitze der Meute stand der damalige Bürgermeister des Bezirks Baruta und heutige Präsidentschaftskandidat der Opposition, Henrique Capriles Radonski.

Präsident Hugo Chávez. Foto: AVNPräsident Hugo Chávez. Foto: AVNVenezuelas Präsident Hugo Chávez hat sich in der vergangenen Nacht in einer über alle Fernsehsender des südamerikanischen Landes ausgestrahlten Ansprache an die Bevölkerung gewandt und an den zehnten Jahrestag des Putschversuchs vom 11. April 2002 erinnert. Zuvor war er aus Havanna zurückgekehrt, wo er sich erneut einer Strahlentherapie gegen seine Krebserkrankung unterzogen hatte. In seiner Rede warnte der Staatschef die Opposition davor, noch einmal zu Aktionsformen wie damals zu greifen, denn auf einen solchen Fehler werde man angemessen reagieren. »Das Imperium und die Bourgeoisie erreichten 2002 lediglich die Herstellung der Einheit von Militär und Zivilbevölkerung, und das würde im Wiederholungsfall erneut passieren«, sagte er und erinnerte die Regierungsgegner daran: »Diese Revolution ist nicht unbewaffnet!«

12. April 2002: Henrique Capriles auf der Mauer der kubanischen Botschaft in Caracas12. April 2002: Henrique Capriles auf der Mauer der kubanischen Botschaft in CaracasAm 7. Oktober finden in Venezuela Präsidentschaftswahlen statt und wenn die derzeit regelmäßig veröffentlichten Umfragen nicht völlig falsch sind, wird der nächste Staatschef der alte sein. Hugo Chávez liegt derzeit in den meisten Prognosen rund 30 Prozentpunkte vor seinem Herausforderer von der Opposition, Henrique Capriles Radonski. Damit scheint die Rechnung der Regierungsgegner nicht aufgegangen zu sein, durch mit großem Aufwand organisierte Vorwahlen zwischen verschiedenen Repräsentanten ihres Lagers einen Stimmungsumschwung zu erreichen. In internen Dokumenten räumt das Oppositionsbündnis deshalb bereits ein, dass es dem Kandidaten nicht gelinge, die Unterstützung des Volkes zu mobilisieren. Henrique Salas Römer, der Chávez bei der Präsidentschaftswahl 1998 unterlegen war, sagte bei einem privaten Treffen bereits, Capriles werde "nicht einmal mit Hefe aufgehen".

Nach 48 Stunden kehrte Chávez nach Caracas zurückNach 48 Stunden kehrte Chávez nach Caracas zurückHeute jährt sich zum zehnten Mal der Versuch der Reaktion in Venezuela, den demokratisch gewählten Präsidenten Hugo Chávez durch einen Militärputsch zu stürzen. Mit zahlreichen Veranstaltungen, Workshops, Konzerten und Kundgebungen wird dieser Tage in dem südamerikanischen Land an die damaligen dramatischen Ereignisse erinnert.

Wir dokumentieren nachstehend das Kapitel »Der Putsch« aus dem Anfang 2004 im Neue-Impulse-Verlag, Essen, erschienenen Buch »Kampf um Venezuela« von André Scheer. Das Buch ist hier erhältlich.

Hugo ChávezHugo ChávezInmitten einer neuen Welle von Gerüchten um seinen Gesundheitszustand hat sich Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Sonntag erneut über das staatliche Fernsehen VTV an die Bevölkerung gewandt. In der aus Havanna übertragenen Sondersendung verlas Chávez zunächst den ärztlichen Bericht, dervon einer allgemeinen Erholung und einem guten Gesundheitszustand des Patienten berichtet. Chávez kündigte an, in der kommenden Woche nach Venezuela zurückzukehren und sich einer neuen Strahlentherapie unterziehen werde.

Chávez-Anhänger in San José de Cotiza. Foto: GlobovisiónChávez-Anhänger in San José de Cotiza. Foto: GlobovisiónBei einer Wahlkampfveranstaltung der venezolanischen Opposition in San José de Cotiza, einem bevölkerungsreichen Viertel in der Hauptstadt Caracas, ist es am Sonntag (Ortszeit) zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und mutmaßlichen Unterstützern von Präsident Hugo Chávez gekommen. Auch Schüsse fielen, ein Mann wurde Angaben der Generalstaatsanwaltschaft zufolge verletzt. Während die Opposition Mitglieder der regierenden Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) als Angreifer ausmachte, erklärte Innenminister Tareck El Aissami, die Zusammenstösse seien vom zivil gekleideten aber bewaffneten Begleitschutz von Henrique Capriles Radonski provoziert worden. Der Präsidentschaftskandidat der Opposition hatte einen »Rundgang« in dem Viertel unternommen, ohne diesen zuvor mit den zuständigen Behörden zu koordinieren. Das sei jedoch üblich, um derartige Zwischenfälle zu verhindern, kritisierte El Aissami.

Herzliche Verabschiedung des Präsidenten am Freitag in Caracas. Foto: chavezcandanga / flickr.comHerzliche Verabschiedung des Präsidenten am Freitag in Caracas. Foto: chavezcandanga / flickr.comDie kubanischen Ärzte des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez haben sich zufrieden mit dem Verlauf der Operation gezeigt, der sich der Politiker am Montag in Havanna unterziehen musste. Zuvor war bei einer Untersuchung eine »Veränderung« an der Stelle seines Körpers entdeckt worden, an der ihm im vergangenen Jahr ein bösartiger Tumor entfernt worden war. Wie aus einem offiziellen Kommuniqué hervorgeht, das Venezuelas Vizepräsident Elías Jaua am Dienstag (Ortszeit) vor dem Parlament in Caracas verlas, konnte die diagnostizierte Läsion im Beckenbereich vollständig entfernt werden. Es habe keinerlei Komplikationen gegeben, der Patient erhole sich angemessen. In Kürze sollen die Ergebnisse der durchgeführten Gewebeuntersuchung bekanntgegeben werden. Erst dann könne über die notwendige weitere Behandlung des venezolanischen Staatschefs entschieden werden.

Foto: Luis Carlos Días / flickr.comFoto: Luis Carlos Días / flickr.comDie mit internationalen Solidaritätsbewegungen in Hamburg, anderen Städten Deutschlands und weiteren Ländern Europas verbundene "Misión Bolivariana de Hamburgo, 'Juana Ramírez la Avanzadora'" möchte als mit der bolivarischen Revolution solidarische Gruppe von Venezolanerinnen und Venezolanern zusammen mit RESOLVER, dem Netzwerk für Solidarität mit dem revolutionären Venezuela aus Schweden sowie der Frente Bolivariano Revolucionario FBR-Peumayén gegenüber der internationalen Gemeinschaft folgendes bekunden:

Angesichts des klischeehaften Behauptung "An der Angst vor Kriminalität in Venezuela ist Chávez schuld", die von den venezolanischen Oppositionsmedien und der internationalen Oligarchie konstruiert wurde, um die revolutionäre Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela zu destabilisieren und den Blick auf die Maßnahmen und strukturellen Lösungen zu verstellen, die in dieser Sache umgesetzt wurden und werden, machen wir folgendes geltend:

Staats- und Regierungschefs der ALBA in CaracasStaats- und Regierungschefs der ALBA in CaracasSurinam, Haiti und Santa Lucia schliessen sich der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) an. Am heutigen Sonntag verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs der bisherigen Mitgliedsstaaten Venezuela, Kuba, Nicaragua, Ecuador, San Vicente und die Grenadinen, Bolivien, Dominica sowie Antigua und Barbuda bei ihrem Gipfeltreffen in Caracas einstimmt eine Resolution, durch die Santa Lucia und Surinam den Prozess zur Erlangung der Vollmitgliedschaft in der solidarischen Gemeinschaft Petrocaribe beginnen, um anschliessend auch Vollmitglieder der ALBA zu werden. Ebenso wie Haiti gelten sie ab sofort als »Ehrengastmitglieder«.

RedGlobe - Bilanz 2011RedGlobe - Bilanz 2011Dass ein Staats- oder Regierungschef an gesundheitlichen Problemen leidet, ist weltweit nichts ungewöhnliches. So gab es in Europa mehrere Fälle, die mit der gebotenen Diskretion behandelt wurden, ohne dass sich daran eine öffentliche Diskussion entfesselt hätte. Anders ist die Lage jedoch in Lateinamerika, wo sich derzeit Veränderungsprozesse vollziehen, die eine Konfrontation mit dem alten kolonialistischen Modell beinhalten, den Kontinent als Hinterhof Washingtons zu betrachten.

Offizielles Foto des CELAC-GipfelsOffizielles Foto des CELAC-GipfelsAm zweiten Tag des historischen Gipfeltreffens in Caracas wird heute offiziell die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) gegründet, die erste Regionalorganisation des Kontinents, die zwar alle Länder Lateinamerikas und der Karibik umfasst, jedoch die USA und Kanada nicht einbezieht und auch den früheren europäischen Kolonialmächten keinen Platz einräumt. Auf der Tagesordnung steht heute vor allem die Verabschiedung des Abschlussdokuments, das unter dem Namen »Erklärung von Caracas« in den vergangenen Tagen von den Delegationen der teilnehmenden Länder ausgearbeitet wurde. Parallel kommen die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) und das solidarische Energiebündnis Petrocaribe zu Gipfeltreffen zusammen.

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