18 | 07 | 2018
Als »gute Nachricht« verbreitet die Onlineredaktion der Tribuna Popular, der Zeitung der Kommunistischen Partei Venezuelas, unter Berufung auf einen hohen Beamten der Regionalregierung der Hauptstadt Caracas die Information, daβ der Präsidentenpalast Miraflores hell beleuchtet sei und am sogenannten »Balkon des Volkes« gerade eine Bühne aufgebaut wird. Dies wird als Vorbereitung auf eine mögliche Siegesfeier gewertet.

Auch die Opposition, die gerade eine Pressekonferenz durchführt, erweckt derzeit nicht den Eindruck, sich als Sieger zu sehen. Statt dessen verweist sie auf die hohe Wahlbeteiligung, durch die alle Venezolanerinnen und Venezolaner Sieger dieses historischen Tages seien.

Alle Seiten bemühen sich derzeit jedoch, die Vorgabe des Nationalen Wahlrats (CNE) einzuhalten, keine Ergebnisse bekanntzugeben, bevor die Behörde i

Wahlaufrufe per SMS Bislang ohne große Zwischenfälle hat in Venezuela die Präsidentschaftswahl begonnen. Nachdem morgens um 3 Uhr Ortszeit (9.30 Uhr MESZ) der Wahltag mit Fanfaren und Feuerwerk begrüßt wurde, konnten um 6 Uhr morgens die ersten Menschen ihre Stimmen abgeben. Vor den Wahllokalen haben sich bereits lange Schlangen gebildet, geduldig warten die Venezolanerinnen und Venezolaner darauf, ihre Stimme abgeben zu können.

Hugo Chávez bei der Pressekonferenz Wenige Stunden vor der Öffnung der Wahllokale in Venezuela haben sich Präsident Hugo Chávez und der Leiter der Beobachtermission der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR), Carlos Álvarez, am Samstag abend (Ortszeit) im Regierungspalast Miraflores den Fragen der internationalen Presse gestellt. Dabei zog Álvarez eine positive Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit. Die Beobachter seien neutral, da ja auch die UNASUR ein pluraler Staatenbund sei. Man habe sich mit Oppositionsvertretern ebenso getroffen wie mit der Regierung und dem Nationalen Wahlrat (CNE). 

Tausende Journalisten aus aller Welt Mehr als 10.000 Journalistinnen und Journalisten aus aller Welt haben sich beim Nationalen Wahlrat (CNE), der obersten Wahlbehörde Venezuelas, für die Abstimmung am Sonntag akkreditieren lassen. Neben internationalen Medien wie CNN, TeleSur und internationale Nachrichtenagenturen steht auch die junge Welt auf der Liste der Pressevertreter – als eine von ganz wenigen deutschen Medien.

Um den Journalisten die Berichterstattung über die Wahlen zu erleichtern, hat der CNE ein Pressezentrum mit 120 Plätzen und Ruhebereichen eingerichtet. Zudem stehen 15 Computer mit Internetzugang und kostenlosem Telefonanschluß zur Verfügung.

UNASUR Die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) beobachtet den korrekten Verlauf der Wahlen am Sonntag in Venezuela. Der Leiter der internationalen Delegation, der Argentinier Carlos Alvarez, hat der Präsidentin des Nationalen Wahlrates (CNE), Tibisay Lucena, die Liste mit den Namen der Beobachter der Abstimmung vom 7. Oktober übergeben.

Der CNE ist die von der Verfassung garantierte und für alle Wahlvorgänge zuständige Institution, die auch die Abstimmung vom Sonntag zu organisieren und zu überwachen hat.

Die Wahlbeobachtergruppe der UNASUR setzt sich aus Beamten und Technikern von Wahlbehörden aus den UNASUR-Mitgliedsländern zusammen. Bereits am 23. Januar war die Entsendung der Wahlbeobachter durch die Staatengemeinschaft bei einem Gipfeltreffen in Asunción, Paraguay, beschlossen worden. Die Gruppe ist strikt neutral und soll die formale

Hochstimmung in der »geschlossenen« Kneipe Am Freitag abend, nach dem großen Konzert in  »PDVSA La Estancia« (siehe Bericht hier), wollte keiner der Musiker nach Hause gehen, und auch die jW-Korrespondenten wurden eingeladen, noch in eine Bar mitzukommen. Unser Einwand, daß wegen der Sicherheitsbestimmungen vor der Öffnung der Wahllokale doch alle Kneipen geschlossen wäre, wurde mit einem wissenden Lächeln beantwortet.

Seit Freitag morgen, 48 Stunden vor Öffnung der Wahllokale, herrschen in Venezuela erhöhte Sicherheitsbestimmungen, um eine Destabilisierung der Lage bis zum Wahltag zu verhindern. In allen Geschäften ist der Verkauf von alkoholischen Getränken verboten, Bars sind geschlossen und auch kulturelle Großveranstaltungen dürfen eigentlich nicht stattfinden.

Doch die Jugend der Hauptstadt Caracas findet Wege, sich darüber hinwegzusetzen – und „klammheimlich" hilft ihnen der Staat dabei. Ohne öffentliche Werbung, nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda informiert, fanden sich am Freitag abend in „PDVSA La Estancia" Hunderte Jugendliche zu einem Open-Air-Konzert zusammen, bei dem fünf Bands ihre gemeinsame Tournee „Aire Libre" abschlossen. Die Polizei beschränkte sich darauf, die Besucher zu kontrollieren und zu verhindern, daß Getränkeflaschen oder Feu

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag endete in Venezuela offiziell der Wahlkampf. Seither sind Wahlkampfaktivitäten – Kundgebungen, Wahlveranstaltungen, Infostände – untersagt. Doch die Regierungsgegner setzen ihre Kampagne fort – per Spam.

Erst am Mittwoch haben sich die jW-Korrespondenten in Caracas eine neue Handynummer zugelegt, um in der venezolanischen Hauptstadt erreichbar zu sein. Am Freitag morgen dann erreichte uns eine SMS, die von einer venezolanischen Nummer aus geschickt wurde. Die Nummer war uns unbekannt – kein Wunder, denn der Absender lud uns ein, die Rechtspartei »Un Nuevo Tiempo« (Eine Neue Zeit) zu wählen: »Wähle sicher, wähle Henrique Capriles auf der Liste von Un Nuevo Tiempo – unten rechts auf dem Stimmzettel«.

Die jW-Korrespondenten, die natürlich gar nicht wahlberechtigt sind, haben ihre Nummer nirgendwo

233-S-03_int.jpgKommunisten haben einen intensiven Wahlkampf geführt. Ein Gespräch mit Héctor Rodríguez, Generalsekretär der Kommunistischen Jugend Venezuelas

Die Kampagne zur Wiederwahl von Hugo Chávez als Präsident ist beendet. Welche Bilanz ziehen Sie und Ihre Organisation aus den vergangenen Wochen?

Es war ein sehr intensiver, sehr aktiv geführter Wahlkampf, in dem die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) und mit ihr die Kommunistische Jugend mit ihren Inhalten aufgetreten sind.

232-S-03-int.jpgVenezuela: Die Bevölkerung wird Versuchen der Opposition, einen Sieg von Hugo Chávez nicht anzuerkennen, entgegentreten. Gespräch mit Gustavo Rodríguez


Gustavo Rodríguez ist Mitglied der venezolanischen Linkspartei Tupamaros und der Coordinadora Simón Bolívar im Stadtviertel 23 de Enero. Im freien Rundfunksender Al Son del 23 moderiert er eine wöchentliche Diskussionssendung.


Sie moderieren eine wöchentliche Sendung beim lokalen Rundfunksender Al Son del 23, im Stadtviertel 23 de Enero. An wen richtet sich dieses Programm?

Meine Sendung heißt „Aló 23“, und sie gibt es inzwischen seit sieben Jahren, seitdem unsere Radiostation ihren Sendebetrieb aufgenommen hat. Der Sender soll der Gemeinde dienen, indem er Nachrichten, Informationen, Bildung und Kultur verbreitet.

Letztlich ist er eine Konsequenz aus dem Putschversuch vom April

Venezuelas Hauptstadt Caracas ist heute fest in roter Hand. Mehrere Millionen Menschen werden ab 11 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr MESZ) im Zentrum der Metropole zur großen Wahlkampf-Abschlußveranstaltung erwartet. Nachdem es der Opposition am vergangenen Wochenende gelungen war, die Avenida Bolívar zu füllen, wollen die Chavistas sich nicht lumpen lassen und haben als Ort ihrer Kundgebung gleich sieben der breiten Verkehrsadern angemeldet.

Bereits am frühen Morgen waren auf den Straßen der Hauptstadt Gruppen in roten T-Shirts – dem Markenzeichen der Chávez-Anhänger – unterwegs zu ihren Sammelpunkten. Aus Lautsprecherwagen tönten »Uh! Ah! Chávez no se va!«, eines der bekanntesten Lieder der Bolivarischen Revolution, und der offizielle Wahlkampfsong »Chávez Corazón del Pueblo« (Chávez, Herz des Volkes).

Die Kundgebung im Zentrum der Hauptstadt,

Kampf um jede Stimme Venezuelas Hauptstadt Caracas vibriert vor Wahlkampf. An nahezu jeder Straßenecke – zumindest im Stadtzentrum –stehen Infostände, an denen die Chavistas um Stimmen werben. Hier und da taucht mal ein Flugblattverteiler auf, der für den Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski wirbt. Doch geht man von dem Eindruck aus, den man bei einem Spaziergang durch die Millionenstadt bekommt, ist das Rennen entschieden: Die Dominanz der Chavistas ist deutlich. Daran ändern auch Kundgebungen oppositioneller Studenten nichts, die lautstark, aber inhaltsarm für Capriles werben.
Eindrücke aus Caracas in unserer Fotostrecke: Hier klicken

PCV-Wahlkampf in Táchira Die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) will am Sonntag eine halbe Million Stimmen zum Wahlsieg des Präsidenten Hugo Chávez beitragen. Das kündigte Douglas Gómez vom Politbüro der Partei an. Bei der letzten Präsidentschaftswahl 2006 hatte die PCV mehr als 342000 Stimmen erreicht – schon damals ein Rekordergebnis. Diese Zahl will die PCV erneut erreichen. Hinzu kommen die Stimmen, die auf anderen Listen für Chávez abgegeben werden, und die durch Wahlkampfaktivitäten der PCV in den Staaten Venezuelas mobilisiert wurden. Insgesamt hat sich die linke Bewegung zum Ziel gesetzt, zehn Millionen Stimmen für die Wiederwahl des Präsidenten zu mobilisieren.

„Wir haben eine sehr gut vorbereitete Organisation, um den großen Kampf für den perfekten Sieg am 7. Oktober zu führen“, erklärte Gómez. „Das Volk wird auf die Straßen strömen, um ihre Unterst

Die venezolanische Polizei hat Medienberichten zufolge drei Personen unter dem Verdacht festgenommen, für die Ermordung von zwei Oppositionellen während einer Wahlkampfkundgebung der Regierungsgegner verantwortlich gewesen zu sein. Jason Antonio Valero und Omar Fernández waren am vergangenen Sonnabend erschossen worden, als sie sich an einer Veranstaltung zur Unterstützung des Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski beteiligt hatten. Offenbar war es dabei zu Auseinandersetzungen zwischen konkurrierenden Gruppen gekomen, in deren Verlauf die tödlichen Schüsse fielen.

Venezuelas Justizminister Tareck El Aissami hatte am Montag zunächst über den Internetdienst Twitter nur die Festnahme eines Tatverdächtigen gemeldet, ohne nähere Details mitzuteilen. Präsident Hugo Chávez hatte bereits am Sonntag die Tat verurteilt und alle Venez

Von China aus ist am Samstag um 12.15 Uhr Ortszeit (6.15 MESZ) der zweite venezolanische Satellit in eine Umflaufbahn geschossen worden. Mit einer Rakete vom Typ Langer Marsch hob der Himmelskörper pünktlich und ohne Probleme ab. Tausende Menschen, die sich auf der Plaza de los Museos im Zentrum der venezolanischen Hauptstadt Caracas zum Public Viewing versammelt hatten, feierten lautstark den gelungenen Start.

Während der 2008 gestartete Satellit VENESAT-1, der auf den Namen des venezolanischen Nationalhelden Simón Bolívar getauft worden war, auf einer geostationären Umlaufbahn vor allem der Übertragung von Daten und Videosignalen dient, sollen mit dem neuen Satelliten Francisco de Miranda Beobachtungen des venezolanischen Territoriums möglich werden. So soll es den Sicherheitsbehörden des südamerikanischen Landes künftig leichter möglich

Chávez in Maturín, der Hauptstadt des Bundesstaates Monagas (Freitag abend) Hunderttausende Menschen feiern zur Stunde in Maturín, der Hauptstadt des im Nordosten Venezuelas gelegenen Bundesstaates Monagas, ihren Präsidenten und Kandidaten Hugo Chávez.

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