19 | 10 | 2018

Rafael UzcáteguiDie Partei Heimatland für alle (PPT) unterstützt Hugo Chávez bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober. Das kündigte Parteichef Rafael Uzcátegui am Sonnabend bei einer Pressekonferenz in Caracas an. Man habe sich nach langen, »nicht leichten« Diskussionen innerhalb der Partei einstimmig für diesen Schritt entschieden. Grund dafür seien die Ideale von Gerechtigkeit und Gleichheit, die der Präsident verfolge. »Wie in jedem Prozess mag es Irrtümer und Fehler gegeben haben, aber sein Ziel ist, auf dem Weg des Sozialismus voranzugehen, und diesen Sozialismus werden wir verteidigen.« Demgegenüber sei der Kandidat der Rechten, Henrique Capriles Radonski, »der Sohn der Perversion der puntofijistischen Vergangenheit«, erinnerte Uzcátegui an die bis 1998 in Venezuela herrschende Zweiparteienherrschaft von AD und COPEI. »Wir dürfen nicht zulassen, dass eine ökonomische Gruppe das Schicksal der Nation bestimmt. Das wäre die größte Perversion im Namen des Antichavismus, Antisozialismus und Antikommunismus«, unterstrich der Politiker.

Hugo ChávezVenezuelas Präsident Hugo Chávez hat am gestrigen Mittwoch die erste Aufklärungsdrohne seines Landes präsentiert. Der etwa vier Meter lange unbemannte Flugkörper wurde von venezolanischen Ingenieuren mit technischer Unterstützung des Iran entwickelt, berichtete stolz Brigadegeneral  Julio César Morales am Luftwaffenstützpunkt Maracay. Die Drohne könne Videobilder und Fotos in Echtzeit übertragen, habe einen Aktionsradius von 100 Kilometern, könne bis auf 3000 Meter Höhe steigen und bis zu 90 Minuten lang in der Luft bleiben.

Will Chávez links überholen: Orlando ChirinoAmtsinhaber Hugo Chávez gilt als haushoher Favorit für die Präsidentschaftswahl am 7. Oktober in Venezuela. Sein wichtigster Herausforderer ist Henrique Capriles Radonski. Doch neben diesen beiden Kandidaten haben fünf weitere Personen ihre Kandidatur angemeldet. Offiziell zugelassen wurde bereits María Bolívar, während vier weitere Politiker - Yoel Acosta Chirinos, Orlando Chirinos, Luis Reyes und Rafael Uzcátegui - noch Unterlagen nachreichen müssen.

Regierungsprogramm des Kandidaten des VolkesWir dokumentieren nachstehend in deutscher Übersetzung den Text der Einleitung des von Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Montag dem Nationalen Wahlrat (CNE) überreichten Regierungsprogramms 2013-2019. Eine gekürzte Fassung erschien in der Tageszeitung junge Welt vom 13. Juni 2012. Die vollständige spanischsprachige Fassung des Programms kann hier heruntergeladen werden.

I.

Einmal mehr stellen mich die Umstände vor das Volk, um diesem meine getroffene und erneuerte Verpflichtung zur Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit zu versichern. Dies ist wie nie zuvor die Zeit, dem sozialistischen Heimatland, für das wir kämpfen, Gesicht und Gestalt zu geben. Dieses Regierungsprogramm für die Zeit 2013 bis 2019 entspricht der Durchführung dieser obersten Ziele: Unabhängigkeit und sozialistisches Vaterland!

Chávez beim CNEBegleitet von Hunderttausenden Menschen - das Portal Aporrea.org spricht von mehreren Millionen - hat Venezuelas Präsident Hugo Chávez heute in Caracas offiziell seine Kandidatur zur Präsidentschaftswahl am 7. Oktober eingereicht. Begleitet wurde er dabei von seinen Töchtern, Mitgliedern des Wahlkampfstabes, seinem Kabinett und den führenden Vertretern der ihn unterstützenden Parteien, darunter Oscar Figuera von der Kommunistischen Partei (PCV). Zwölf Parteien haben Chávez offiziell zur Wiederwahl vorgeschlagen.

Hunderttausende für ChávezHunderttausende Menschen begleiten heute den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez zum Nationalen Wahlrat (CNE), der obersten Wahlbehörde des südamerikanischen Landes. Dort wird sich der seit 1999 amtierende Staatschef offiziell als Kandidat für die Wiederwahl einschreiben. Zugleich werden die offiziellen Vertreter der Parteien, die ihn als ihren Kandidaten nominiert haben, dies dort ebenfalls offiziell machen. Zu diesen Organisationen gehören neben der von Chávez selbst gegründeten Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV) die Kommunistische Partei (PCV), die Tupamaros, die Venezolanische Volkseinheit (UPV) und andere. Nachdem vorgestern der oberste Gerichtshof entschieden hat, wer diese Parteien rechtmässig führt, werden auch Podemos und Heimatland für alle (PPT) ihre Unterstützung für Chávez erklären.

Hugo ChávezIn Venezuela wird heute der Vertreter der Opposition, Henrique Capriles Radonski, beim Nationalen Wahlrat (CNE) offiziell seine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober anmelden. Am morgigen Montag folgt dann Amtsinhaber Hugo Chávez. Damit beginnt in dem südamerikanischen Land die heisse Phase des Wahlkampfs. Nach wie vor ist Chávez allen seriösen Umfragen zufolge der grosse Favorit für den Wahlsieg. So ergab eine heute von der Tageszeitung »Correo del Orinoco« veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IVAD, dass der Präsident die Wahl in allen Regionen des Landes gewinnen dürfte.

Klare Worte im OppositionsblattVenezuelas Präsident Hugo Chávez will nach Abschluss seiner Krebstherapie nun »mit der Kraft eines Stieres« in den Wahlkampf um seine Bestätigung als Staatschef einsteigen. Das kündigte er am gestrigen Montag (Ortszeit) während der wöchentlichen Pressekonferenz der von ihm gegründeten Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV) an. Telefonisch zugeschaltet sagte er, es gehe ihm von Tag zu Tag besser. Chávez war vor rund einer Woche aus Havanna zurückgekehrt, wo er sich erneut einer Strahlentherapie unterzogen hatte. In den folgenden Tagen war er zunächst nicht öffentlich aufgetreten.

Begrüßung durch Vizepräsident Elías JauaVenezuelas Präsident Hugo Chávez ist am Freitag abend (Ortszeit) in seine Heimat zurückgekehrt. Seit dem 30. April hatte er sich zur weiteren Behandlung seines Krebsleidens in Havanna aufgehalten. Diese Strahlentherapie sei erfolgreich abgeschlossen worden, wie es von den zuständigen Ärzten geplant worden sei, erklärte der Staatschef bei seiner Ankunft in Caracas. Es habe neben den üblichen Belastungen durch die Behandlung keine Komplikationen oder Schwierigkeiten gegeben, die eine teilweise oder ganze Unterbrechung der Therapie erforderlich gemacht hätten, dementierte Chávez entsprechende Gerüchte.

Wahlkampf für ChávezVenezuelas Präsident Hugo Chávez setzt sich fünf Monate vor den Wahlen vom 7. Oktober weiter vom Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski ab. Einer am Freitag (Ortszeit) vom Meinungsforschungsinstitut VOP Consultores in Caracas veröffentlichten Umfrage zufolge beträgt der Vorsprung des Amtsinhabers inzwischen 40 Prozentpunkte. Demnach antworteten auf die berühmte Sonntagsfrage 63,7 Prozent der Befragten, sie würde für Chávez stimmen. Nur 23,2 Prozent wollten für Capriles votieren.

Henrique Capriles RadonskiVenezuela amüsiert sich darüber, mit welcher Begründung der Kandidat der Opposition zu den Präsidentschaftswahlen am 7. Oktober, Henrique Capriles Radonski, am 1. Mai die Demonstration des oppositionellen Gewerkschaftsbundes CTV und der Rechtsparteien geschwänzt habe. »Ich habe daran nicht teilgenommen, weil ich Arbeitgeber bin«, sagte er auf Nachfrage eines privaten Fernsehsenders. Capriles Radonski ist Gouverneur des venezolanischen Bundesstaates Miranda.

Werbung für die Maidemonstration in CaracasAm heutigen 1. Mai demonstrieren die Arbeiterinnen und Arbeiter Venezuelas ihre Unterstützung für das neue Arbeitsorgangesetz, das Präsident Hugo Chávez am gestrigen Montag per Dekret in Kraft setzen wird. Bislang ist der genaue Wortlaut des neuen Gesetzes nur dem Staatschef selbst bekannt, jedoch handelt es sich nach Angaben der mit der Ausarbeitung der Bestimmungen beauftragten Kommission um 19.000 Vorschläge, die im Rahmen der Beratungen dem Ausschuss zugeleitet wurden. Diese stammten von allen Arbeiterorganisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen des Landes.

Gustavo Dudamel dirigirt Venezuelas JugendorchesterDas Nationale Jugendsymphonieorchester Venezuelas unter der Leitung von Gustavo Dudamel wird bei der offiziellen Abschlussveranstaltung der Olympischen Sommerspiele 2012 in London spielen. Das bestätigte am Mittwoch (Ortszeit) José Antonio Abreu, das Oberhaupt des venezolanischen »Sistema«, des Systems der Jugendorchester, das Hunderttausende Kinder und Jugendliche an die klassische Musik und Musikinstrumente heranführt. Zuvor hatte sich Abreu mit Venezuelas Sportminister Héctor Rodríguez beraten. »Jetzt ist alles klar und bestätigt: das Venezolanische Jugendorchester Simón Bolívar wird bei der Abschlussveranstaltung der Olympiade spielen und von Gustavo Dudamel dirigiert werden«, erklärte Abreu anschliessend.

Venezuela aktuellVenezuela aktuellWenn an diesem Sonntag in Venezuela gewählt würde, könnte Präsident Hugo Chávez mit 53 Prozent der Stimmen rechnen. Das geht aus einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Hinterlaces hervor, die dessen Direktor Oscar Schemel im privaten Fernsehsender Venevisión vorstellte. Der Prognose zufolge liegt Chávez damit 19 Prozentpunkte vor dem Kandidaten der Opposition, Henrique Capriles, der auf 34 Prozent kommt.

Chávez in HavannaChávez in HavannaVenezuelas Präsident Hugo Chávez hat am Montag (Ortszeit) Gerüchte über eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes dementiert. In Internetdiensten wie Twitter waren zuvor sogar Meldungen über den angeblichen Tod des Staatschefs verbreitet worden. Chávez nutzte daraufhin eine Pressekonferenz seiner Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV), um die versammelten Journalisten per Telefon davon in Kenntnis zu setzen, dass es ihm gut gehe. »Alle Gesundheitschecks, denen ich heute unterzogen worden bin, sind gut ausgegangen«, erklärte er und kündigte an, am Donnerstag in seine Heimat zurückzukehren.

Venezuelas Botschaft in LondonVenezuelas Botschaft in LondonFunktionäre der venezolanischen Botschaft in London haben am Dienstag der britischen Polizei Beweise für Vandalismus in der diplomatischen Vertretung übergeben. Wie das Ministerium der Volksmacht für Kommunikation und Information in Caracas heute informiert, gehören zu den Beweismitteln unter anderem Videoaufnahmen.

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