Zwei Monate nach seinem Beginn endete der türkische Feldzug mit dem zynischen Namen „Olivenzweig“, zumindest vorerst. Die Freie Syrische Armee (FSA), die terroristischen Verbündeten der türkischen Armee, besetzte die Stadt Afrin kampflos. Die Stadt wurde geplündert, türkische Fahnen aufgezogen. Hunderttausende flüchteten aus Stadt und Region Afrin, zunächst in Gebiete unter Kontrolle der syrischen Regierung.Die Bilanz der türkischen Aggression: Über 1000 tote und verletzte Zivilisten, ungezählte Tote auf dem Schlachtfeld. Nach fast zwei Monaten des Krieges war das Ende absehbar. Deutsche Panzer, Luftangriffe, Artillerieüberfälle, Blockade der Wasserversorgung: die kurdischen Verteidiger hatten den Waffen der Angreifer wenig entgegenzusetzen.

Der scheinbar größte Trumpf der YPG, das Bündnis mit den USA, zerfiel mit dem ersten Schuss der türkischen Armee zu Staub. Die Hoffnung auf eine Flugverbotszone durch die USA war von vornherein eine Illusion, internationale Demonstrationen und Proteste konnten daran nichts ändern. Zu Beginn des türkischen Feldzugs beschuldigte das Oberkommando der YPG Russland „der kriminellen Komplizenschaft“ mit Ankara.

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