17 | 10 | 2018

Freiheit für Gaza!Israel hat am Freitag die zwei Schiffe aufgebracht, die die Blockade des palästinensischen Gazastreifens durchbrechen wollten. Bei der Aktion wurde nach Angaben der Regierung in Jerusalem niemand verletzt. Die Schiffe wurden beschlagnahmt. Den Aktivisten an Bord stehen jetzt Verhöre und die Abschiebung bevor. Sie kommen aus Kanada, Australien, den USA, Ägypten und Irland. Auch ein Palästinenser mit israelischem Paß ist dabei.

In einer Stellungnahme erklärte Geraldine McNamara, Pressesprecherin der irisch-republikanischen Partei Republican Sinn Féin, sie gratuliere der UNESCO zu ihrer »heroischen Entscheidung«, Palästina trotz derDrohungen von Seiten der USA und Israels Vollmitgliedschaft in der Organisation zu gewähren. Dies sei ein wichtiger Baustein im Staatsbildungsprozess für das unterdrückte Volk von Palästina, das seit Jahrzehnten unter dem israelischen Regime leidet, so McNamara.

Die Tahrir unterwegs nach GazaZwei Schiffe der internationalen »Free Gaza«-Solidaritätsflottille sind am Mittwoch vom türkischen Hafen Fethiye ausgelaufen, um die von Israel verhängte Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Das berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung »junge Welt« (Donnerstagausgabe). Die kanadische »Tahrir« und die irische »Saoirse« werden voraussichtlich am Freitag das Seegebiet vor der palästinensischen Küste erreichen. Es wird erwartet, daß die israelische Marine auch dieses Mal versuchen wird, die Schiffe auf hoher See zu kapern und in den Hafen von Ashdod zu schleppen. Vor eineinhalb Jahren war die aus mehreren Schiffen bestehende erste »Free Gaza«-Flottille in internationalen Gewässern angegriffen worden. Dabei erschossen israelische Soldaten auf der »Mavi Marmara« neun Türken.

Kurdistan. Grafik: YEK-KOMKurdistan. Grafik: YEK-KOMAm 24.10.2011 erreichte die Meldung die Öffentlichkeit, dass 24 nichtidentifizierte Leichname in das gerichtsmedizinische Institut nach Malatya gebracht worden sind. Daraufhin entsandten die Menschenrechtsorganisationen IHD und MEYA-DER, sowie die BDP eine Delegation nach Malatya, um die Leichname zu inspizieren. Dieser Versuch wurde von der Staatsanwaltschaft aus Malatya unterbunden, allerdings wurden der Delegation Bilder der getöteten Personen vorgezeigt. In der anschließenden Pressekonferenz vom 27.10.2011 erklärten die Mitglieder der Delegation, dass es sich bei dem Vorfall um ein Kriegsverbrechen handele.

The Audacity of HopeThe Audacity of HopeDie Schiffe der zweiten Gaza-Freiheitsflottille werden nach wie vor in Griechenland, vor allem in Häfen auf der Insel Kreta, festgehalten. Ann Wright von der nordamerikanischen Kampagne »US Boat to Gaza«, die mit der »Audacity of Hope« Hilfsgüter in den von Israel blockierten Gazastreifen bringen wollte, hat am vergangenen Wochenende eine Übersicht erarbeitet.

Ihr eigenes Schiff, die »Audacity of Hope«, liegt an der Anlegestelle der Küstenwache im Hafen von Keritsini und wartet dort auf kleiner Reparaturen sowie eine weitere Inspektion durch die griechischen Behörden. »Sobald wir einen neuen Kapitän haben, werden wir eine Reisegenehmigung beantragen, um diesen Hafen zu verlassen. Es gibt aber noch keine Entscheidungen, wann und wohin dies sein wird«, schreibt Wright. Die US-Amerikaner nutzten in der vergangenen Woche einen Empfang in der Residenz des US-Botschafters in Athen aus Anlaß des Nationalfeiertages am 4. Juli für eine Protestaktion gegen das Festhalten ihres Schiffs.

Freiheitsflottille nach GazaFreiheitsflottille nach GazaSechs der spanischen Aktivisten, die seit Tagen aus Protest gegen das Festhalten ihrer »Gernika« in griechischen Häfen die spanische Botschaft in Athen besetzt halten, haben angekündigt, am Montag einen Hungerstreik gegen das Schweigen ihrer Regierung zu beginnen. Das teilte die Kampagne »Rumbo a Gaza« (Kurs auf Gaza) auf ihrer Homepage mit. Die Aktivisten sind entschlossen, so lange die Nahrungsaufnahme zu verweigern, bis ihr Schiff ungehindert auslaufen darf.

Kontrolle am Flughafen Tel Aviv: Israel will das »Fly In« verhindernKontrolle am Flughafen Tel Aviv: Israel will das »Fly In« verhindernDas israelische Innenministerium hat alle Fluggesellschaften (darunter Lufthansa und Air Berlin) mit einer Liste von mehreren Hundert Namen angeschrieben und fordert die Gesellschaften auf, diese Personen nicht nach Israel zu befördern. Tel Aviv behauptet, daß diese Personen die öffentliche Ordnung stören und die Konfrontation mit Sicherheitskräften suchen wollen. Den Fluggesellschaften wird bei Zuwiderhandlung die Verspätung der Flüge angekündigt und die unmittelbare Ausweisung der Personen mit dem gleichen Flug.

Während der EnterungWährend der EnterungGestern abend hat die griechische Küstenwache das kanadische Schiff »Tahrir« wenige Meilen vor der Küste Griechenlands geentern und es zurück in den Hafen von Agios Nikolaos geschleppt. Die formale Eignerin des Schiffs, die jüdische Kanadierin Sandra Ruch, wurde festgenommen. Die »Tahrir« ist das Schiff, das sich mit Unterstützung des »Deutschen Koordinationskreises Palästina Israel« (KOPI) an der zweiten Freiheitsflottille nach Gaza beteiligen will. Auf dem Schiff befindet sich auch der deutsche Journalist Peter Wolter von der Tageszeitung junge Welt. Dieser berichtete telefonisch von Bord, bei der Enterung des Schiffes durch die griechischen Behörden habe es keine Verletzten gegeben. Die Küstenwache habe neben einer Wasserkanone allerdings auch bewaffnete Soldaten an Bord gehabt, teilte Wolter mit.

Aus dem Rennen: MV SaoirseAus dem Rennen: MV SaoirseDie irische »Saoirse« kann nicht an der internationalen Hilfsflottille in den Gazastreifen teilnehmen. Das teilten Aktivisten der Kampagne »Irish Ship to Gaza« heute in Dublin mit. Das Schiff war offenbar während seines Aufenthalts im Hafen von Göcek Ziel eines Anschlags geworden. Nach Angaben eines Sprechers der Kampagne wurde ein Teil des Propellerschafts abgesägt. Dies könne kein Unfall gewesen sein und gehe vermutlich auf das Konto Israels, hiess es von Seiten der Organisatoren. Bereits am Montag war die griechisch-schwedisch-norwegische »Juliano« Ziel eines Anschlags geworden. Dieses Schiff wird derzeit repariert. Unterdessen ist bereits am gestrigen Mittwoch die französische »Dignité« von Korsika kommend aufgebrochen und befindet sich auf dem Weg zum gemeinsamen Treffpunkt aller Schiffe im Mittelmeer.

Real time web analytics, Heat map tracking
Solidaritätsanzeige

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.