Donnerstag, 23. März 2017
Solidaritätsanzeige

Naher und Mittlerer Osten

Letztes Geleit für Ivana Hoffmann. Foto: Solidaritätskomitee / FacebookMehr als 6.000 Menschen haben heute in Duisburg Abschied von Ivana Hoffmann genommen. Die 19-jährige Kommunistin, eine Deutsche mit afrikanischen Wurzeln, war am 7. März im kurdisch-syrischen Til Temir in einem Gefecht mit den Terrormilizen des »Islamischen Staat« getötet worden. Sie ist die erste Deutsche aus den Reihen der in den kurdischen Gebieten Nordsyriens gebildeten Internationalen Brigaden, die den Widerstand gegen die IS-Terroristen mit ihrem Leben bezahlt hat.

Der Angriffe des Islamischen Staates auf die kurdische Stadt Kobanê im Norden Syriens dauern seit dem 15. September 2014 an. In Folge des Krieges sind Großteile der Stadt und der umgebenden Dörfer zerstört und verwüstet wurden. Erschwert wird die humanitäre Notstandssituation durch ein faktisch bestehendes Embargo. Da sämtliche Wege nach Kobanê versperrt gehalten werden, können keine humanitären Hilfsgüter in die Stadt gelangen. Aufgrund der misslichen Lage der Flüchtlinge aus Kobanê, die sich in der Türkei befinden, kehren immer mehr Menschen nach Kobanê zurück. Die Stadtverwaltung von Kobanê wird derzeit von Freiwilligen betrieben.

Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der AntifaschistenInternationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der AntifaschistenWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten zum heutigen Anschlag auf eine Synagoge in Jerusalem.

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten, die Dachorganisation ehemaliger Partisanen, Kämpfer gegen den Faschismus, Angehöriger der Anti-Hitler-Koalition, Verfolgter des Naziregimes und Antifaschisten heutiger Generationen, hat mit großer Betroffenheit die Nachricht von dem Anschlag auf eine Synagoge in Jerusalem erhalten.

Gedenken an Andrea Wolf. Foto: http://defterares.blogspot.de/2013/04/kzm-andrea-oldu-lilo-wolf.htmlGedenken an Andrea Wolf. Foto: http://defterares.blogspot.de/2013/04/kzm-andrea-oldu-lilo-wolf.htmlVor 16 Jahren, am 23. Oktober 1998, wurde die deutsche Internationalistin Andrea Wolf, die sich dem bewaffneten Kampf der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) angeschlossen hatte, von der türkischen Armee ermordet. Als Beitrag über die aktuell neu aufgeflammte Diskussion über das von der deutschen Bundesregierung verhängte PKK-Verbot bringen nachstehend einen ausführlichen biographischen Beitrag über die Aktivistin, die auch unter ihrem Kampfnamen Ronahi bekanntgeworden ist. Er wurde zuerst in türkischer Sprache von einer kurdischen Zeitschrift veröffentlicht, die Übersetzung stellte RedGlobe ein Leser zur Verfügung.

Ronahi (Andrea Wolf) wurde am 15. Januar in München geboren. Ihr Vater, der in einem sozialen Projekt in Afrika arbeitete, starb, als sie elf Jahre alt war. Das Geschwisterpaar Tom und Andrea wurde von ihrer Mutter, Tilo Wolf, erzogen. In den 70er und 80er Jahren sah sich Tilo in Deutschland mit einem Land konfrontiert, dessen Schlagzeilen damals der wachsende Konsumwahn, das Feuer der 68er Bewegung, der Wehrdienst, Frauenrechte, Umweltprobleme und das Naziregime, von dem es immer noch Spuren gab, war.

Hamburger Rathaus besetzt. Foto: ISKUHamburger Rathaus besetzt. Foto: ISKUAm heutigen Dienstag ist das Hamburger Rathaus im Rahmen einer Solidaritätsaktion für die Einwohner der belagerten  und angegriffenen Stadt Kobanê (Ain Al-Arab) von linken Gruppen für etwa eine Dreiviertelstunde besetzt worden. Nach der Aktion wurde noch eine spontane Kundgebung am Jungfernstieg durchgeführt.

Wir dokumentieren nachstehend das bei den Aktionen verbreitete Flugblatt der Aktivisten.

Libanesische Kommunistische ParteiLibanesische Kommunistische ParteiWir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung aus dem Englischen eine Erklärung der Libanesischen Kommunistischen Partei gegen das terroristische Massaker der IS-Milizen in Kobanê  (Ain Al-Arab).

Seit zwei Monaten leistet die Stadt Kobanê – Ain Al-Arab den barbarischen Angriffen der terroristischen Organisation (ISIS) Widerstand, die versucht, die Stadt einzunehmen. Diese genießt dabei die offizielle türkische Komplizenschaft, die sich darin manifestiert, Zivilisten von der Flucht in die Türkei abzuhalten, während das Militär an der türkisch-syrischen Grenzen die Bewegungsfreiheit der Terroristen nicht einschränkt. Dadurch will die türkische Regierung eine Pufferzone durchsetzen, die eine Verletzung des Völkerrechts darstellen würde. Zugleich setzt die sogenannte Internationale Koalition zur Bekämpfung des Terrorismus unter Führung der Vereinigten Staaten ihre Luftangriffe fort, ohne die militärischen Fähigkeiten der terroristischen Organisationen zu treffen. All das deutet darauf hin, dass diese Allianz nicht das Ziel verfolgt, den Terrorismus zu eliminieren, sondern anstrebt, ihren Einfluss in der Region wiederherzustellen. Die terroristischen Organisationen sind Werkzeuge für die Durchsetzung des aggressiven imperialistischen Projekts im Mittleren Osten.

Großdemonstration in Düsseldorf. Foto: Perspektive Kurdistan / FacebookGroßdemonstration in Düsseldorf. Foto: Perspektive Kurdistan / FacebookZehntausende Menschen haben heute in Düsseldorf gegen das drohende Massaker in Kobanê demonstriert. Die Teilnehmerzahl lag weit über den ursprünglichen Erwartungen von etwa 12.000 Menschen. Während die Polizei mehr als 20.000 Teilnehmer zählte, gingen Schätzungen kurdischer Gruppen von rund 80.000 Menschen aus.

Wie der Informationsdienst Civaka Azad berichtete, riegelte die Düsseldorfer Polizei einige Minuten nach dem Start den Demonstrationszug ab und ließ aus Sicherheitsgründen keine weiteren Menschen mehr in Richtung Abschlusskundgebung weiterlaufen. Zehntausende mussten an der Rheinpromenade stehenbleiben.

Spiegel und FAZ lügen. Screenshot und Montage: RedGlobeSpiegel und FAZ lügen. Screenshot und Montage: RedGlobeEine Bewertung von Civaka Azad, 08.10.2014

Es herrscht nicht nur Krieg in Kobanê. Seit spätestens gestern (7.10.2014) herrscht auch Kriegszustand in Nordkurdistan und in der Türkei. Es erreichen uns immer wieder Nachrichten von getöteten Demonstranten. Es scheint als haben sich alle dunklen Kräfte in der Türkei, die in den 90er Jahren den schmutzigen Krieg in Kurdistan geführt hatten, wiedergefunden: Es führen türkischen Soldaten, das türkische Militär, Dorfschützer sowie Mitglieder und Anhänger der radikalislamistischen Hizbullah (Nicht mit der Hisbollah zu verwechseln, welche im Libanon aktiv ist), die als paramilitärische Kraft in den 90er Jahren Terror auf den Straßen Kurdistans verbreitet hat und sich heute als politische Partei mit dem Namen Hüda-Par organisiert, einen gemeinsamen Kampf gegen Kurdinnen und Kurden, die überall auf die Straßen gehen.

Foto: Özgür GündemFoto: Özgür GündemDie Welt schaut schier hoffnungslos zu, wie sich in der syrischen Stadt Kobani die radikal-islamistischen Gotteskrieger des »Islamischen Staates« seit Tagen Gefechte mit den kurdischen Verteidigern der Stadt liefern. Aus »sicherer Entfernung« beobachten türkische NATO-Soldaten und sensationsgierige Journalisten die Rauchwolken der Explosionen und das Hissen der schwarzen Gotteskrieger-Flaggen auf immer mehr Gebäuden der Stadt.

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