Montag, 24. April 2017
Solidaritätsanzeige

Nordamerika

Kundgebung am Samstag, 29. Oktober 2016 um 15 Uhr auf dem Pariser Platz vor der US- Botschaft in Berlin

Kundgebung am 29. Oktober 2016 in BerlinÜber 500 Jahre nach der brutalen Eroberung der Azteken- und Inkagebiete, 125 Jahre nach dem letzten militärischen Massaker an Native Americans in den USA, und über 40 Jahre nach der gewalttätigen Unterdrückung revolutionärer bewegungen in den USA durch das Counter-Intelligiance -Programme (COINTELPRO), ist die längste Völkermord- und Kolonialgeschichte der Welt noch nicht beendet: Mord, Vertreibung, juristische Verfolgung, mangelhafte medizinische Versorgung, Zerstörung der Lebensräume und aufgezwungene Armut und Assimilation sind dabei nur ein paar Dinge, denen Indigene ausgesetzt sind.

Das war nicht die Nacht von Donald Trump: CNN-Homepage am Dienstagmorgen. Screenshot: CNNDas war nicht die Nacht von Donald Trump: CNN-Homepage am Dienstagmorgen. Screenshot: CNNBei den ersten Vorwahlen im US-Präsidentschaftswahlkampf hat sich in Iowa bei den Demokraten die Favoritin und frühere Außenministerin Hillary Clinton nur knapp gegen ihren linken Konkurrenten Bernie Sanders durchsetzen können. Nach den von CNN verbreiteten Ergebnissen erreichte die ehemalige »First Lady« 50 Prozent der Stimmen der demokratischen Parteigänger in dem kleinen Bundesstaat, während der sich als »demokratischer Sozialist« bezeichnende Sanders auf 49 Prozent kam. Zum Nominierungsparteitag der Demokraten entsendet Iowa somit 24 Delegierte für Clinton und 21 für Sanders. Die anderen demokratischen Bewerber spielten keine Rolle.

Atomexplosion 1945. Foto: Thomas Williams (CC BY-SA 2.0) Atomexplosion 1945. Foto: Thomas Williams (CC BY-SA 2.0) Die USA haben in den 50er Jahren geplant, Millionenstädte wie Berlin, Moskau und Leningrad mit massiven Atomschlägen anzugreifen. Allein für »Ost-Berlin« waren 91 Ziele vorgesehen gewesen. Das geht aus Dokumenten hervor, dass das Nationale Sicherheitsarchiv der USA am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichte. Den Antrag dazu hatten Wissenschaftler der George-Washington-Universität bereits 2006 gestellt. Der Chef der Gruppe, William Burr, bezeichnete es gegenüber der »New York Times« als »verstörend«, dass ausdrücklich die »Bevölkerung« (Population) als zu attackierendes Ziel aufgeführt worden sei.

Mumia Abu-Jamal. Foto:  4WardEver Campaign UK (CC BY 2.0) Mumia Abu-Jamal. Foto: 4WardEver
Campaign UK (CC BY 2.0)
Wir dokumentieren nachstehend eine Erklärung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) zum Gesundheitszustand des in den USA inhaftierten Journalisten Mumia Abu-Jamal:

 
Die VVN-BdA fürchtet den drohenden Tod ihres Ehrenmitglieds Mumia Abu-Jamal durch unterlassene Hilfeleistung und fordert angemessene medizinische Versorgung des schwer an Diabetes Erkrankten.

Mumias bislang letzte Kolumne am letzten Dienstag in der jungen WeltMumias bislang letzte Kolumne
am letzten Dienstag in der jungen Welt
Seit fast 15 Jahren veröffentlicht der US-amerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal eine wöchentliche Kolumne in der Tageszeitung junge Welt. Am Montag wird dieser Gastbeitrag nicht erscheinen können. Der gesundheitliche Zustand des in den USA inhaftierten schwarzen Aktivisten lässt das nicht zu. Es ist erst das dritte Mal in dieser langen Zeit, dass die Kolumne nicht an ihrer gewohnten Stelle steht, nachdem zuvor die juristischen Auseinandersetzungen mit den Behörden zweimal die Veröffentlichung verhindert hatten.

Protestkundgebung am Donnerstag vor der US-Botschaft in Berlin. Foto: Kurt Sonntag (CC BY-SA 3.0 DE)Protestkundgebung am Donnerstag vor der US-Botschaft in Berlin. Foto: Kurt Sonntag (CC BY-SA 3.0 DE)

Am Mittwoch um 19 Uhr abends (Ortszeit) wurde der Journalist und politische Gefangene Mumia Abu-Jamal zurück auf die Krankenstation des Gefängnisses SCI Mahanoy in Frackville, Nord-Pennsylvania, verlegt. Wieder erfuhren sowohl Angehörige als auch Verteidiger erst viele Stunden später davon, nämlich am Mittag des nächsten Tages. Zwei Tage zuvor war Mumia nach einer plötzlichen Bewusstlosigkeit in ein öffentliches Krankenhaus in der Nähe des Gefängnisses, das Schuylkill Medical Center in Pottsville, überstellt worden. Die Diagnose lautete auf einen Diabetesschock. Ein solcher ist unbehandelt lebensgefährlich.

Freiheit für Mumia. Foto: Chris McGeehan / flickr (CC BY 2.0) Freiheit für Mumia. Foto: Chris McGeehan / flickr (CC BY 2.0) Am Montag wurde der afroamerikanische Journalist und politische Gefangene Mumia Abu-Jamal um 13 Uhr Ortszeit in das Schuylkill Medical Center, ein öffentliches Krankenhaus in Pottsville im US-Bundestaat Pennsylvania, verlegt. Zuvor war er bereits im Gefängniskrankenhaus des SCI Mahanoy in Frackville behandelt worden.

Die Gefängnisbehörde von Pennsylvania und die Krankenhausleitung verweigern den Angehörigen und der Verteidigung von Mumia Abu-Jamal jegliche Auskünfte über den Gesundheitszustand des Gefangenen.

Tweets in eigener Sache: Denise Reese. Screenshot: TwitterTweets in eigener Sache: Denise Reese. Screenshot: TwitterIn den USA halten die Proteste gegen die Entscheidung an, den Polizisten nicht anzuklagen, der im August den unbewaffneten Afroamerikaner Michael Brown erschossen hatte. Während es Medienberichten zufolge in der vergangenen Nacht zu weniger gewaltsamen Ausschreitungen als am Tag zuvor kam, ging die Polizei mit Härte gegen Demonstranten vor. In Ferguson wurde dabei eine Korrespondentin von Ruptly, der Videoagentur des russischen Fernsehsenders RT, festgenommen und mehrere Stunden lang festgehalten.

Wie Denise Reese selbst aus dem Polizeifahrzeug heraus über den Internetdienst Twitter mitteilte, wurde sie abgeführt, nachdem die Polizei den Demonstranten ein Ultimatum gestellt hatte, die Kundgebung aufzulösen, sonst würden sie verhaftet. Wie Ruptly berichtete lautete der Vorwurf gegen die Kollegin – die mit Mikrofon und Kamera unterwegs war –, an einer verbotenen Versammlung teilgenommen zu haben. Fünf Stunden später wurde sie ohne Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt und kündigte umgehend an, in Kürze die Berichterstattung aus Ferguson wieder aufzunehmen.

ALBA-TCPALBA-TCPWir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung eine aktuelle Erklärung des lateinamerikanischen antiimperialistischen Staatenbündnisses ALBA zu den jüngsten Ereignissen in der US-Kleinstadt Ferguson. Dort halten die Proteste nach dem Tod eines jungen Schwarzen, der von einem Polizisten erschossen wurde, an. Immer wieder werden die Kundgebungen in Demonstrationen von der Polizei und der Nationalgarde gewaltsam unterdrückt.

Die Mitgliedsländer der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas – Handelsvertrag der Völker (ALBA-TCP) geben ihrer tiefen Sorge über die Gewaltereignisse Ausdruck, die als Folge der unter unklaren Umständen erfolgten Ermordung des afroamerikanischen Bürgers Michael Brown durch einen Polizeibeamten in der Stadt Ferguson, Bundesstaat Missouri, Vereinigte Staaten von Amerika, ausgebrochen sind und die das gravierende Probleme rassischer Diskriminierung und Gewalt wiederbelebt haben, die in dieser Nation noch nicht gelöst werden konnten.

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